Nachdem Steve Barnett einige Jahre als Produzent erfolgreicher Filme („Die Geheimnisse der Spiderwicks“) fungierte, versucht er sich erstmals als Regisseur. Seine Survival-Action ist zwar von wahren Begebenheiten inspiriert, doch künstlerische Freiheiten schimmern dennoch hin und wieder durch.
Eigentlich sollte es eine Routinemission für die in Südkorea stationierte US-Einheit werden, bei der ein Radargerät nahe der nordkoreanischen Grenze repariert wird. Doch die Mission wird abgebrochen als ein Sturm aufzieht und der Helikopter eine Bruchlandung hinlegt. Der unerfahrene Soldat Brockman hat nun die Aufgabe, seine Leute in ein sicheres Gebiet zu führen, - auf nordkoreanischem Boden…
Zum Hintergrund: Nord - und Südkorea mögen sich nicht besonders. Da die US-Amerikaner mit denen aus dem Süden kooperieren, sind das die Guten, während die Nordkoreaner auf alles ballern. Mehr Background vermittelt die Geschichte nicht.
Folgerichtig lebt der Stoff über weite Teile von der beklemmenden Situation, auf feindlichem Boden jederzeit entdeckt und angegriffen zu werden. Und von der Tatsache, dass ein Greenhorn die Gruppe von sechs Leuten führen soll und dabei mehr als einmal vor einer folgenschweren Entscheidung steht.
Die Geschichte wird immerhin flott vorgetragen und bei einem Zwischenstopp auf einem Bauernhof finden sich auch zwischenmenschliche Töne, welche zumindest einigen Charakteren etwas mehr Tiefe verleihen. Indes findet die Action ausschließlich in Form von Schießereien statt, welche zwar technisch okay umgesetzt sind, jedoch von einem Score untermalt werden, der Rap beinhaltet. Das killt weite Teile der Stimmung, zumal die Musik ansonsten effektiv abgestimmt ist.
Leider hält sich die Präsenz der Gegner in Grenzen, wonach die unfreiwilligen Helden fast immer genügend Zeit haben, sich auf etwaige Situationen vorzubereiten. Dies geht merklich zulasten der Intensität und speziell gegen Finale, als die Szenerie von Wald zu Tunnel wechselt, sind die Konfrontationen arg formelhaft angelegt und das Mitfiebern hält sich in Grenzen. Da helfen auch die durchweg tauglichen Schauspielleistungen nicht allzu viel.
Die kurze Laufzeit von 86 Minuten (nach 79 Minuten setzt bereits der Abspann ein) hilft der Chose hingegen in Sachen Kurzweil und da die simple Handlung keine Durchhänger beinhaltet, kommen Genrefreunde einigermaßen auf ihre Kosten.
6 von 10