Beekeeper, aber doch anders. Das Ganze sieht diesmal leider nach Bruckheimer oder Bay aus, also wenig selbstironisch. Dieser Unterton war bei genanntem Vorgänger aber eine essenzielle Zutat zum Erfolg. Das Wort Vorgänger kann durchaus herangezogen werden, auch wenn es inhaltlich keinen Bezug gibt. Der Mann aus der amerikanischen Arbeiterklasse, ein Ex-Militär, die klare Abgrenzung von Gut und Böse, Ehre, Verpflichtung, sowie, für das Genre unablässig, reaktionär, mit der radikalen Bereitschaft zur gewaltsamen Problem-Lösung. Jetzt ist der Ton aber ernster, weniger comichaft überdreht, sprich ein neuer "Taken". Unser Held leistet handfeste Detektiv-Arbeit, ist immer auf der richtigen Spur, hinterlässt stets verbrannte Erde, allerdings ohne Dauer-Action. Es gibt wenig nichts zu Schmunzeln, was schade ist, denn zum Staunen bringt mich hier auch nichts. Generische Action, Testosteron, schnelle Schnitte, unzählige Male gesehene Sequenzen, Kitsch, einige unangenehm lächerliche Szenen. Der echte Erfolgsfaktor ist am Ende doch nur Jason Statham, der sich wie immer solide und rotzcool durch die Handlung knüppelt.