Der britische Ex-Soldat Levon Cade verdingt sich nach seinem Ausscheiden beim Militär in den USA als Vorarbeiter bei dem Bau-Unternehmer Joe Garcia. Als Joes 19jährige Tochter Jenny eines Abends beim Feiern mit ihren Freundinnen aus einem Club entführt wird, bittet dieser Levon, sich der Sache persönlich anzunehmen und Jenny wieder aus den Händen der Kidnapper zu befreien. Levon kommt schnell dahinter, dass die Entführer gemeinsame Sache mit einem Dimi Kolisnyk - dem missratenen Sproß einer Russen-Mafia-Größe - machen und immer wieder mal unachtsame Mädels für reiche Perverslinge herbeischaffen, weswegen er unter falscher Identität den Drogen-Ring des Biker-Oberhauptes Dutch infiltriert, um sich so nach und nach durch die Reihen von Kriminellen nach oben zu arbeiten... Jason Statham ist immer noch einer der am härtesten arbeitenden Typen in Hollywood, wenn es darum geht, ohne Superkräfte den Bösewichtern in guter, alter 80s-Manier Blue-Collar-mäßig was auf die Schnauze zu geben, was immerhin die Fan-Klientel in regelmäßigen Abständen jubeln lässt und tatsächlich auch heutzutage in Zeiten, wo so mancher Möchtegern-Blockbuster and der Kinokasse Schiffbruch erleidet, dank überschaubaren Budgets für ein solides Box-Office-Einspiel sorgt. Diese erneute Kollaboration mit Regisseur David Ayer hat dabei leider nicht in einem Sequel zu der Guilty-Pleasure-Granate "The Beekeeper" aus dem Vorjahr resultiert, statt dem Regierungs-Vollstrecker im Ruhestand gibt Stathan in "A Working Man" nun halt den Bauarbeiter mit militärischem Background. Okay, die Handlung mag da schieres Malen-nach-Zahlen sein und auch der Inhalt ist ebenso austauschbar geraten, wie damals ein alter Steven Seagal-Klopper, aber während "The Beekeeper" aufgrund des permanent durchscheinenden Sockenschusses seines Machers noch echt eigenes Profil hatte, begnügt sich David Ayer dieses Mal damit, auf eine wesentlich geerdetere Art und Weise ein paar läppische Actionfilm-Klischees aneinaderzureihen und allenfalls noch die althergebrachte "Taken"-Masche minimal zu variieren, indem der Held hier nicht die eigene Tochter aus den Händen von Kidnappern rettet, sondern halt die seines Chefs. Wie bereits bei seinem 2013er-"Homefront" hat sich Statham das Skript zu diesem vorliegenden Haudrauf-Vehikel wieder von seinem "Expendables"-Buddy Sylvester Stallone hindeichseln lassen... und wiederum lässt Sly mit seiner Schreibe keinesfalls durchblicken, dass er doch tatsächlich mal für "Rocky" für das beste Original-Drehbuch Oscar-nomminiert gewesen ist oder 1986 für seinen eigenen Actiongülle-Classic "Die City-Cobra" noch eine sehr viel leanere und weniger langweilige Handlung zu Papier gebracht hatte, die in einer 30 Minuten kürzeren Laufzeit durchgeprügelt werden konnte, was mal echt viel geholfen hat. Ziemlich übertrieben kuddelmuddelig kommt "A Working Man" da nämlich daher, dem es zu keiner Sekunde gelingt, auch nur einen Hauch von Glaubwürdigkeit zu verbreiten (anders als solche ebenfalls weit hergeholten, aber durch die Bank besseren Action-Streifen wie "The Equalizer" oder "Nobody")... und das leider auch nicht mit einer Extra-Portion trashigem Spaß ausgleichen kann. Dass Statham hier fast ebenso rot sieht wie damals Charles Bronson in einem seiner "Death Wish"-Sequels und Selbstjustiz zu Unterhaltungs-Zwecken fröhlich propagiert wird, würde man der Chose dann noch nicht mal wirklich negativ ankreiden, wenn das Ergebnis da nicht so strunzöde ausgefallen wäre und mit Jason Flemyng, David Harbour und Michael Peña eine namhafte Nebendarsteller-Riege in unbedeutenden Winz-Rollen nicht förmlich verschenkt werden würde. Unter reinweg objektiven Gesichtspunkten betrachtet mag "A Working Man" dann sogar noch ein etwas besserer Film sein als der keine Sekunde lang ernstzunehmende "The Beekeeper", jedoch war dieser auf seine vollkommen wahnwitzig-beknackte Art doch erheblich unterhaltsamer... und ich weiß auch genau, welchen von beiden ich mir garantiert noch zwanzig Mal oder so reinziehen werde, bevor ich in die Grube fahre...
3/10