Review

iHaveCNit: Ein Minecraft Film (2025) – Jared Hess – Warner

Deutscher Kinostart: 03.04.2025

gesehen am 30.04.2025

Kinopolis MTZ – Kino 2 – Reihe 16, Platz 13 – 21:20 Uhr

Steve, der Sohn eines Minenarbeiters hat seit seiner Kindheit mit dem Trauma zu kämpfen, von seinem Vater das Verbot bekommen zu haben, in die Mine zu gehen. Viele Jahre später als Erwachsener wagt er jedoch den Schritt in die Mine und wird durch ein geheimnisvolles Portal in eine klötzchenartige Welt gezogen, in der eigene Gesetze gelten und der kreativen Freiheit keine Grenzen gesetzt sind. Als er jedoch in der Unterwelt in die Gefangenschaft einer bösartigen Sau gerät, gelingt es ihm jedoch, ein wichtiges Artefakt in der echten Welt zu platzieren. Dieses Artefakt gerät in den Besitz eines abgehalfterten Retro-Gamers, dessen Wege sich zufällig mit dem kreativen Außenseiter Henry kreuzen, genau wie auch mit Henrys großer Schwester Natalie und der Multijobberin Dawn, die dann auch in die klötzchenartige Welt gezogen werden und noch nicht ahnen, welches Abenteuer sie erwarten wird.

„Minecraft“ von Mojang Studios habe ich zwar nie selbst gespielt, aber durchaus am Rande Berührungspunkte, denn mit dem Boom durch Content Creatoren auf vor allem den Plattformen Twitch und Youtube, die eben im Rahmen von Let´s Plays und Gaming-Streams auch Minecraft exzessiv zelebriert haben, ist der Erfolg des Spiels unaufhaltsam gewachsen bishin zum popkulturellen Phänomen, dass für kleine Jungs das Pendant zu Anna und Elsa aus „Frozen“ geworden ist. Die anarchische klötzchenartige Welt von Minecraft, bei der der eigenen Kreativität kaum Grenzen gesetzt sind ist so etwas wie ein digitaler Sandkasten oder auch die mit unzähligen, variablen Klemmbausteinen vollgepackte Kiste, nicht nur mit dem Unterschied, dass es digital ist, sondern auch durch die Möglichkeit der Vernetzung ein kollektives Multiplayer-Erlebnis ermöglicht. In Zeiten, in denen auch filmisch grafisch einiges möglich ist und auch IP-s wie „Barbie“, „Super Mario“ und zum Beispiel „Lego“ ihre Erfolge im Kino feiern konnten ist es da schon klar, dass „Minecraft“ seine eigene Verfilmung bekommt. Mit Jack Black und Jason Momoa in wichtigen Hauptrollen – was kann da schon schiefgehen ? Am Ende ist der Film natürlich auf die Zielgruppe von Minecraft-affinen Kinogängern und eher einem jüngeren Publikum zugeschnitten, die sich an dem knallbunten, chaotischen, teils absurden, witzigen, unterhaltsamen und kreativen Action-Abenteuer in der Welt von Minecraft wiederfinden und einen herrlich entspannten Kino-Besuch und ein entspanntes Filmerlebnis genießen können. Wobei natürlich der Film der Inbegriff von „Brainrot“ und „Braindead“ ist und durchaus in seinem Chaos und seiner Absurdität auch den ein oder anderen Fremdkörper zu bieten hat, der eher weniger im Gesamtkonzept des Films gepasst hat. Aber für Personen, die die deutsche Fassung sehen, kann hörbar durchaus in der Synchronisation die Beteiligung von zwei wichtigen Persönlichkeiten der Content-Creator-Szene ein witziger Cameo und Nebeneffekt sein, die eben auch durch ihren Content zu „Minecraft“ ihr Publikum unterhalten konnten. Ich hatte meinen Spaß am Film, egal wie die Wertung am Ende ausfallen wird.

„Ein Minecraft Film“ - My First Look – 5/10 Punkte




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