Review

Random & ratlos

Der einzige (annähernde) Milliardenseller des Kinojahres aus dem Westen bisher - und durch die unfassbar teuren Lizenzkosten (und eventuell auch Kinoreinigungskosten) trotzdem kein lupenreiner Moneymaker?! Egal. Mir geht's eh viel eher um die Qualität als den Kontostand Hollywoods. Und da kommt von diesem „Meme-Monster“ der (von mir aus gesehen) nächsten Generation dann doch leider nicht allzu viel, um es noch freundlich auszudrücken… Erzählt wird von Steve und einer bunten Gruppe von Leuten, die in einer Welt der Klötzchen und Kreativität ein Abenteuer bestehen, gegen glühende Schweinchen kämpfen und einige Dinge besorgen, borgen und bauen müssen…

Ein Phänomen zum Fremdschämen

„A Minecraft Movie“ lässt mich ein wenig sprachlos und verwirrt zurück. Das findet die junge Generation wirklich gut? Das reicht? Das?! Oder sind Millionen einfach den gleichalten Massen ins Kino hinterhergerannt nur um dann Hähnchen hochzuhalten und Popcorn explodieren zu lassen?! Wie gesagt, ich scheine (obwohl ich „Minecraft“ immerhin mal Probe gezockt habe) nicht mehr wirklich zur Zielgruppe zu gehören. Wie viele andere „musste“ ich aber nun mit jüngeren Kindern von Freunden ins Kino und mir das antun. Und ich bin weiterhin verwirrt und ratlos. Super hässlich sieht das Ding jetzt nicht die ganze Zeit aus, ein paar Mal musste ich zumindest schmunzeln (Stiflers Mom, Krokettenpistole, Männersandwich), Jack Black und Co. kann man zumindest keine fehlende Motivation vorwerfen und der Gamerblickwinkel (auch mit Retroaspekten) lockert's zumindest etwas auf und gibt bei mir Bonuspunkte. Selbst wenn es immer berechnend und nie der real deal ist. Momoa weiß in echt nie und nimmer was ein „Jaguar“ ist. Aber das soll egal sein. „Minecraft - Der Film“ ist trotz dieser paar rettenden Aspekte eh ganz sicher kein „Lego Movie“. Noch nichtmal ein „Lego Ninjago Movie“. Die nahezu unendlichen kreativen Baumöglichkeiten werden stiefmütterlich behandelt, viele Witzchen fallen flach, es steht gefühlt kaum etwas auf dem Spiel, Fallhöhe ist ein Fremdwort und die Geschichte… puh, also ich weiß nicht ob man das überhaupt „Geschichte“ nennen sollen. Das ist ein sinnloser und hyperaktiver MacGuffin-Auflauf, wie ich ihn selten gesehen habe. Ein ungeniertes und plattestes Zitatefest. Artifiziell und hygienisch rein. Alles kam mir komplett egal bis seelenlos, spannungsfrei bis einfallslos vor. Also so ziemlich das Gegenteil, wofür „Minecraft“ als Marke eigentlich stehen soll… Immerhin passiert immer etwas und die Leinwand steht nie still, leuchtet meist auf, stolpert über ihre eigene Dreistigkeit. Wirklich Sinn, Spaß, Spannung hat und macht das (mir) aber nur äußerst selten. Es wirkt wie hingeschludert und mit ein paar „Energydrinks“ zu viel aufgeputscht. Für die Kleinen. Bringt keinen zum Weinen. Bleibt aber besser bei Seinen. 

Fazit: auch wenn man wahrscheinlich nicht mehr die Zielgruppe ist, darf man trotzdem sagen, was man von „A Minecraft Movie“ hält. Und das ist echt nicht viel… Leer und lasch. 

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