Review

Atemlos… Durch das Nass!

„Last Breath“ beruht auf einem wahren und unglaublichen Fall, wo ein junger Tiefseetaucher von seinen Kollegen vom (Beinahe-)Meeresboden gerettet werden soll, nachdem (!) ihm bereits der Sauerstoff ausgegangen ist und er eigentlich verloren scheint…

Das Trio Harrelson, Liu und Cole macht das super in „Last Breath“ - charakterstark, kompetent, menschlich, mutig. Alle drei sehe ich einzeln schon gerne - hier zusammen bilden sie das pochende Herzstück dieses Tiefseedramas! Dazu zieht hier gefühlt das Label „based on real events“ mehr als sonst, das „Unterwasser- und Kein-Sauerstoff-Gefühl“ ist sehr beängstigend und allgemein macht die Inszenierung einzelner Tiefseebereiche echt etwas her (Beleuchtung, Geräusche, Einsamkeit, Dunkelheit, Atmen, Sturm an der Oberfläche). Doch im Grunde arbeitet alles knapp 90 Minuten nur einem Ziel, einem Moment, einem „Augenaufschlag“ entgegen - und dieser Augenblick gelingt bravurös! Das ist ein echter „Wow!“-Moment, dafür lohnt es sich zu warten und ein eher biederes, realistisches Hoch- wie Tiefseegeplänkel vorher durchzustehen. Daher ist „Last Breath“ ganz sicher keine vertane Zeit und wird durch diesen erlösenden Erweckungsmoment auch nicht gänzlich aus dem Gedächtnis verschwinden. Aber der Weg dahin ist ein bisschen… kalkuliert-trocken. Trotz all den Wasserbergen. 

Fazit: vielleicht nicht durchgehend spannend, bleibend, besonders oder spektakulär… Aber der Payoff, dieser eine Moment auf den alles hinausläuft, ist ein echtes Faust-in-die-Luft!-und-Tränchen-im-Auge-Highlight des Kinojahres! 

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