Review

iHaveCNit: Blood and Sinners (2025) – Ryan Coogler – Warner

Deutscher Kinostart: 17.04.2025

gesehen am 21.04.2025

Kinopolis MTZ – Kino 12 – Reihe 17, Platz 19 Premium – 17:00 Uhr

Die beiden Zwillingsbrüder „Smoke“ und „Stack“ beziehungsweise Elias und Elijah kehren nach Jahren, in denen sie als Soldaten im ersten Weltkrieg gedient haben und in der Unterwelt von Chicago für Al Capone unterwegs waren wieder in ihre Heimat nach Clarksdale in Mississippi zurück und haben ein ambitioniertes Ziel. Innerhalb weniger Stunden machen sie alles nötige für die Eröffnung eines Musikclubs klar, bei dem es bereits am gleichen Abend losgehen soll. Noch ahnen die beiden Brüder nicht, welche Herausforderungen und Folgen die Nacht noch für sie und alle Besucher des Musikclubs bereit hält.

Bei „Blood and Sinners“ von Ryan Coogler musste ich an einen anderen, ähnlich gelagerten Film denken, der sich zu einem Kultklassiker des Horror-Genres entwickelt hat - „From Dusk Till Dawn“ von Robert Rodriguez. Aber von einem kultigen, comedy- und trashlastigen Feuerwerk ist „Blood and Sinners“ weit entfernt und selbst wenn er vielleicht vom Verlauf und Konstrukt ähnliche Pfade nimmt, bewahrt sich „Blood and Sinners“ eine ganz eigene Identität. Ryan Coogler, der mich mit seiner Filmographie bereits durchgehend begeistern konnte, hat es nun auch mit „Blood and Sinners“ erneut geschafft. In diesem vermutlich auch sehr persönlichen Werk schafft er es nicht nur einen starken Horror-Action-Thriller zu inszenieren – er ergänzt diesen auch noch durchaus thematisch und symbolisch mit der afroamerikanischen Kultur, dem Stellenwert des Blues, der Religiösität, der Spiritualität und auch dem Alltagsrassismus und der Segregation der damaligen Zeit, weil er Anfang der 1930er-Jahre zeitlich verortet ist. Dieses persönliche Werk inszeniert Coogler mit einem Selbstvertrauen zu einem audiovisuellen Erlebnis und einem sehr rasanten Rausch, bei dem auch das Ensemble mit einem Michael B. Jordan, einem Miles Caton, einer Hailee Steinfeld, einem Jack O´Connell, einer Wunmi Mosaku und vielen weiteren auch charakterlich zum Leben erweckt wird, so dass das Blut in den Adern des Films pulsiert. Aber nicht nur das Blut bringt den Film zum pulsieren und zum kochen – es ist auch eben das rauschhafte, visuelle Erlebnis.

„Blood and Sinners“ - My First Look – 9/10 Punkte




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