Review

Ich kann mich den großen Lobeshymnen nicht so ganz anschliessen. In handwerklicher Hinsicht ist dies sicher ein starker Film. Grandiose Kamera und auch sonst gute Umsetzung. Aber inhaltlich doch sehr bescheiden. Ein Zwillingspärchen kehrt nach krimineller Karriere in Chicago in die Heimat zurück und eröffnet ein Musiklokal. Dort gibt es dann ganz viel Blues und sogar ein paar Musical-Einlagen. Dann kommen ein paar weiße Vampire, die erst ihre eigene Musik spielen und dann beginnt das große Fressen mit reichlich Filmblut. Am nächsten Tag werden dann noch ein paar Klu Klux Klan-Mitglieder niedergemäht - Fertig. Natürlich gibt es viele Anspielungen und Verweise auf Rassismus und andere gesellschaftspolitische Themen. Aber besonders anspruchsvoll ist das Ganze nun nicht. Wirkt mehr wie eine schwarze From Dusk till Dawn-Musical-Version. Superb inszeniert, aber nicht den großen Hype rechtfertigend. Auch die ständigen Bildformat-Wechsel im Film habe ich nicht verstanden. Für die souveräne Inszenierung kann man 7 Sterne geben, aber unbedingt gesehen haben muss man diesen Film nicht. Ganz nett hingegen fand ich die Mid-Credit-Szene. Also bitte nicht gleich abschalten, wenn der Abspann beginnt.

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