Review

The Whistleblower's Identity

"The Amateur" erzählt von einem versierten und zu allem entschlossenen CIA-Informatiker, dessen Freundin von Terroristen in London umgebracht wird und der seine eigene, relativ untätige Behörde erpresst, damit diese ihn ausbildet und auf die Versen der Killer schickt...

Mr. No Bot

Klassische Agententhriller boomen wieder ein wenig - vielleicht weil James Bond eine längere Pause macht? Jedenfalls stößt sowas wie "The Amateur" zwischen stumpfem, nachvollziehbarem Revenger und "Nerd auf Actionabwegen"-Krimi in diese Lücke - und macht das erschreckend kompetent und effektiv. Auf den Spuren von Jack Ryan oder Jason Bourne. Mit ein bisschen Sheldon Cooper. Malek endlich mal wieder korrekt besetzt und motiviert. Bis in die Nebenrollen mit Bekannten. Mit Spannung, Action und Identifizierungspotenzial an allen Ecken und Enden. Nie zu abwegig oder unrealistisch. Mit dem richtigen Tempo und Tempoverschärfungen. Audiovisuell hochwertig. Nicht zu lang, nicht zu flach, nicht zu exploitativ. Sowohl mit Werten des B-Movies als auch der A-Thriller-Garde. Kann man ganz bequem weggucken. Das tut keinem weh. Das nimmt sich ernst genug. Das bricht nicht alles alle 5 Minuten mit einem Witz. Das ist nie zu verkopft oder zu theoretisch, zu verzwickt oder zu artsy. Streamingmaterial im Kern - aber auf einem deutlich höheren Level. Das ist viel Lob von mir für einen im Grunde recht schematischen und berechenbaren Thriller. Aber manchmal reicht ein solch grauer Anzug alter Schule ja. 

00Nerd

Fazit: der perfekte, ungefährliche Thriller, um ihn meinen Mainstreamfreunden für den Feierabend zu empfehlen... Knackig, effektiv, zugänglich. All die schon (besser) vielfach woanders gesehenen Teile funktionieren klasse zusammen. Nichts Weltbewegendes, im Grunde anspruchslos und "nur" clever recycelt - aber ziemlich kompetent!

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