Unfassbar lahmer Agentenfilm…26.07.2025
Der Rahmen
Man hätte da so viel draus machen können, aus der Story des sehr unscheinbaren CIA-Analysten Charles, der seine Frau bei einem Anschlag in London verliert, in den sie nur per Zufall verwickelt war. Die Story gab es in ähnlicher Form mal mit Arnold Schwarzenegger als Feuerwehrmann in Collateral Damage, und ich empfehle schon an dieser Stelle, sich besser jenen Film anzusehen…oder einen der vielen anderen Rachestreifen. Charles nun macht folgendes: er sammelt Material gegen seine Vorgesetzten, um diese hinter sich zu wissen, wenn er auszieht, um Rache zu nehmen. Dazu fehlt jegliche Ausbildung, und auch ein Schnellkurs liefert diese nicht…da es aber nur vier Terroristen gibt, kriegt Charles das schon irgendwie hin, auch dank der Hilfe einer langjährigen Informantin. Und auch die Vorgesetzten kommen nicht ungeschoren davon…tja, man sollte nie einen kleinen, schmalen Mann unterschätzen.
Gucken oder nicht?
Auf gar keinen Fall!
Warum?
Rami Malek, der mich aufgrund seiner Augen, die man mit dem Stock abschlagen kann, stets an Mesut Özil erinnert, spielt hier den titelgebenden Amateur, der unermüdlich nach den Hintermännern und Mördern seiner Frau sucht. Leider spielt sich diese Unermüdlichkeit wenig spannend ab, man sitzt zumeist vor Rechnern oder redet mit Personen, und wenn dann doch mal eine kleine Actionszene kommt ( auf die man sehnlichst wartet ) ist diese auch gleich wieder vorbei und schwach inszeniert. Die Story vermag nicht zu fesseln, es gibt zu viel Geheimdienstzeugs, was leider auch lahm auf die Leinwand gebracht wurde. Und so nimmt man dankend im Heimkino die Vorspultaste zu Hilfe, um endlich zum Ende des Films zu kommen. Der ist so einschläfernd, daß man schon am nächsten Morgen vergessen hat, wie der letzte Scherge ums Leben gekommen ist…oder hat er überlebt? Egal, es spielt keine Rolle. Malek gibt Özil, Fishburne ist feist, der Film ein Flop.
Die Note
Früher mal gab es wirklich gute Spionagethriller, immer mit ordentlichen Actionszenen versetzt, ich verweise nur beispielhaft auf die Bourne-Identität. Der Amateur nun hat all das nicht, was die guten Thriller ausmachte, aber er hat auch sonst nichts, außer zwei Stunden Laufzeit…sehr langweilig, noch gerade mal knappe 4/10.