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Demon City ist so ein Film, der neugierig macht, aber dann nicht überzeugen kann. Freunde des blutigen Gemetzels werden gut bedient, der Protagonist kämpft sich durch Heerscharen von Gegnern. Das ganze bevorzugt mit scharfer Klinge, das Blut spritzt reichlich. Wenn man also nur eine Metzelorgie sehen will, kann man hier bedenkenlos reinschalten.

Mir war es leider zu wenig, alles wirkt gekünstelt und nachgemacht, ohne Seele oder emotionaler Bindung. Inhaltlich ein wilder Mix aus John Woo und John Wick, die Treppenhaus-Metzelei gegen Ende kam mir auch sehr bekannt vor (Ich glaube aus Silent Night).

Der Hauptdarsteller ist sehr schwach, seine ganze Art der Bewegung und des Kämpfens wirkt befremdlich, auch mimisch hat er nicht viel drauf.

Die Bösewichter mit ihren Folklore-Masken kommen auch ganz gut rüber, allerdings sind diese mythischen Ansätze wenig glaubhaft, die Südkoreaner bekommen das mit der inhaltlichen Symbiose der Handlung mit Folklore besser hin (z.B. in Exhuma oder The Wailing). Auch Michael Shannon als White Death in Bullet Train wirkte weitaus dämonischer als die Bösen hier.

Man merkt an meiner Kritik, dass man es hier mit einem wild zusammengeschusterten Werk zu tun hat, das nie ganz überzeugen kann. Für Action-Vielseher kein Griff ins Klo, aber der Film kommt an keines seiner Vorbilder nur in Ansätzen heran.

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