Review

Die Sitcom Scrubs ist meiner Meinung nach momentan die beste Sitcom auf dem Markt und die mit dem grössten Potential dies auch zu bleiben und zu einem finanziellen Megaseller zu werden wie Friends. Nur leider sind das nur Mutmassungen, denn man weiss nie wie lange die Drehbuchautoren die Qualität halten, die Schauspieler mitspielen und die Sender senden. Meine Rezension beschränkt sich hiermit also auf die ersten beiden Staffeln der Serie.

Die Serie:
Die Serie dreht sich um den angehenden Arzt John "J.D." Dorian (Zach Braff der auch eine Hauptrolle in Garden State spielt)im Krankenhaus "Sacred Heart". Dieser spielt in nehezu allen Folgen den Erzähler der Serie. Es kommt so vor als wenn man aus seinem Tagebuch vorgelesen bekommt (Anmerkung: in Staffel 2 wird auch gezeigt, dass er eins führt) und daher kommen auch die eigenwilligen Titel der Episoden. Denn alle Namen der Episoden beginnen mit "Mein(-e, etc) ..." (, bis auf eine wo Dr. Cox der Erzähler ist und da auch die Episode heisst: Seine Geschichte). J.D. erzählt in den Episoden von seinem Leben im Krankenhaus und seinen Freunden und Feinden. J.D. ist zwar klar die Hauptperson der Serie aber alle anderen Darsteller sind ebenso wichtig und witzig wie er. Ich werde nun mal seinen Kollegenkreis vorstellen:

Cast:
Als allererstes ist da natürlich J.D., der ein schüchterner grosser Junge mit ausgeprägter Fantasie ist. Er geht seinen Weg zu einem Arzt und wird dort von allen folgenden Personen unterstützt. Dann wäre da sein farbiger Freund seid der High-School Chris Turk (Donald Faison, bekannt aus Clueless dem Film und der Serie) mit dem J.D. eine sehr enge Freundschaft verbindet und mit dem er auch eine WG bewohnt und der im gleichen Krankenhaus als angehender Chirurg arbeitet. Turk stellt in dem Leben von J.D. den ausgeleichenden Pol dar, der ihm immer mal wieder aus der Patsche hilft. Dann kommt noch Elliot Reid (Sarah Chalke, bekannt aus "Rosseanne"), die J.D. bei seiner Ausbildung kennenlernt und sich bei den beiden eine Freundschaft entwickelt, die sich zwischendurch auch mal eine Beziehung und eine Bettbeziehung wandelt. Elliot ist eine zwar attraktive aber auch von Komplexen und Ticks durchzogene Person, welche sie immer wieder in schwierige und unfreiwillig komische Situationen bringen. Als nächstes wäre da die latein-amerikanische Schwester Carla Espinosa (Judy Reyes) welche J.D. die Serie über unter ihre Fittiche nimmt und mir manchmal wie seine Mutter vorkommt (positiv gemeint ;)). Nach ein Paar Episoden kommt sie auch mit J.D.'s bestem Freund Turk zusammen. Als letzter Character wäre noch Dr. Perry Cox (John C. Mcginley, hat in vielen Filmen mitgewirkt aber hab ihn nur in Animal - Das Tier im Manne in einer grösseren Rolle gesehen.), der der Mentor von J.D. ist und ihn zwar behandelt als wenn er ihn kaum ausstehen könnte aber hinter dieser Fassade ihn respektiert und sowas wie eine Vaterfigur für viele Charactere darstellt. Er gibt J.D. meist Frauennamen oder nennt ihn Flachzange. Er hat er verdient an seine Position im Krankenhaus geschafft, vom beruflichen das genaue Gegenteil von Dr Kelso (s.u.) ist und unter seiner harten Schale, wie gesagt ein weicher Kern schlummert.
Dann wären da noch ein Paar Charactere, die die Handlung zwar nicht sonderlich vorrantreiben, aber unentbehrlich sind für den Humor und Charme der Sitcom. Allen voran der "Hausmeister" (Neil Flynn). Man erfährt zwar nie seinen Namen aber er ist ein fester Bestandteil der Serie, da er in jeder Episode mehrere Auftritte hat in denen er J.D., und nur ihn, schikaniert. Seine Auftritte sind immer ein Höhepunkt jeder Episode für mich. Dann wäre da noch Oberarzt Dr. Bob Kelso (Ken Jenkins), der das absolut fiese Ekelpaket darstellt. Den Boss den man nicht mal seinen Feinden wünscht. Er hat nur die Finanzen im Kopf und beleidigt jeden und alles. Dann ist noch "Der Todd" (Robert Maschio) zu erwähnen. Er ist mit Turk zusammen in der Chirurgie und stellt das klischeehafteste Macho-Bild eines Mannes da was ich seit langem gesehen habe. Zu jeder Situation muss ein sexistischer und anzüglicher Kommentar vonihm kommen worauf immer ein laut schallendes "High-five" folgt. Auch seine idiotischen Auftritte in Scrubs machen die Serie zu so einem Sahnestückchen. Das Schlusslicht bildet Theodore „Ted“ Buckland (Sam Lloyd). Der Stark suizidgefährdete und Dr Kelsos schlimmstest Opfer ist für die juristischen Angelegenheiten im Krankenhaus zuständig und ist immer hochgradig nervös. Der einzige Ausgleich für ihn scheint sein kleines Gesangsquartett mit 3 anderen Mitarbeitern der Klinik zu sein.
Die Schauspieler sind perfekt für jeden einzelnen Character gewählt worden und ich könnte mir bei keinem einen besseren vorstellen. Es sind zwar nur wenige dabei, die wirklich Schauspielerfahrung mitbringen aber das merkt man kein bischen.

Handlung/Humor:
Die Handlung ist wie bereits oben erklärt das Leben der einzelnen Personen und ihre Entwicklung im Laufe der Ausbildung. Dabei werden etrem klamaukhafter (und nicht destotzotz undglaublich komischer) Humor und ernste Themen miteinander vermischt. Manche Episoden sieht man mit einem lachenden und einem weinenden Auge, da auf der einen Seite die unglaublich gut gemachten Humoreinlagen sind und auf der anderen Seite die harten Schicksale der Patienten, Ärzte die damit nicht klar kommen und die Probleme des Alltags, die vor niemandem von uns halt machen. Der Humor erninnert sehr an Die nackte Kanone, Hot-Shots usw und folgen oft aus den Tagträumen J.D.'s oder den schrägen und manchmal psychopathischen Characteren der Serie. Meist ist es ein sehr schwarzer Humor, der auf Schadenfreude basiert aber auch oft einfach "nur" das Auftreten der altbekannten Personen bei denen man sehen möchte was sie nun wieder für ein Problem haben bzw was sie sich neues haben einfallen lassen. Hierbei wurde bei den Witzen und Gags nirgends geklaut. Es wurde mit der Krankenhaus Sitcom ein neues Sub-Genre geschaffen und auch mit dem eigenen Stil versehen.
Was ich noch positiv anmerken kann ist, dass auf künstlich eingespielte Lacher verzichtet wurde und es ein gemischtes ethnisches Cast gibt. Deswegen habe ich auch die Hautfarbe bzw Herkunft oben angemerkt, weil ich mich sehr darüber freue, dass es nun endlich mehr Sitcoms gibt, die keine Rassentrennung mehr durchführen. Was vor 5-10 Jahren noch absolut üblich war, dass es Sitcoms für das schwarze Publikum (Bill Cosby Show, Alle unter einem Dach etc) und für das weisse Publikum (Roseanne, Eine schrecklich nette Familie und auch anfänglich bei Friends)gab. Das gibt es zwar heute auch noch öfters aber ich freue mich, dass Scrubs keine dieser Serien ist, die dieses Klischee erfüllt. Aber nun zurück zum Thema:

Musik:
Zum Soundtrack lässt sich sagen, dass die Stücke immer perfekt gewählt wurden, da sie sich meist vom Text auch immer auf das Geschehen beziehen und einfach perfekt ins Geschehen passen.

Fazit:
Scrubs ist momentan meine absolute Lieblings-Serie und wird es, sollte es so weiter gehen, auch bleiben. Man kann nur hoffen, dass die Qualität so bleibt wie sie ist und es noch viele Staffeln gibt und sie endlich bei uns auf DVD erscheinen.
Daher 10/10

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