Schön schmerzfrei
„Novocaine“ erzählt von einem jungen Mann, der unter einer besonderen Kondition leidet, die ihn keine Schmerzen spüren lässt. Eine super gefährliche und seltene Krankheit, die es wirklich gibt und die Lebenserwartung der Betroffenen extrem nach unten drückt. Doch das ist das geringere Problem des Protagonisten, der seiner Traumfrau aus der Scheisse helfen und von Gangstern befreien muss - wobei ihm seine unendliche Schmerzgrenze natürlich in die Karten spielt…
„Kick-Ass“ trifft „Nobody“ trifft „Crank“?!
Ich bin froh, dass es noch Filme wie „Novocaine“ gibt (oder auch „Love Hurts“ mit dem er ein gutes Doppel bildet). Er erfindet das Rad sicher nicht neu, Quaid hat seine Art von Charakter gefunden und obwohl es manchmal schmerzhaft und gemein wird, übertreibt es „Novocaine“ nie. Er geht einfach gut runter und macht nicht mehr als er müsste. Seine „Kondition“ verwurstelt er exploitativ ohne das es wirklich blöd aufstößt. Zumindest wäre ich als Betroffener damit fein und eher froh, dass die Krankheit überhaupt genutzt wird und Aufmerksamkeit bekommt. Es gibt ein paar schmissige Pophits. Und die Stuntchoreos steigern sich im Verlauf beachtlich genauso wie die Dunkelheit des Humors. Daher ging „Novocaine“ runter wie heisses Öl - ohne sich an irgendetwas wirklich die Finger zu verbrennen…
Fazit: einer dieser kleinen, feinen, fiesen Genrefilme, der sicher nicht in die Annalen oder Lieblingsfilmlisten einziehen wird - und dennoch verdammt sympathisch, gemein gut und unterhaltsam ist!