Review

Geile Hardrock-Mucke, heiße Babes und noch heißere Reifen - Das sind die ersten Gedanken, die mir nach 30 Sekunden von „HART AM LIMIT" durch den Kopf schießen.

Die Story klingt nach dem Ergebnis eines alkoholexzessiven Abends einer Gruppe spätpubertierender Grenzdebiler, deren wilde Männerphantasien nicht mehr im Zaum zu halten waren. Die Gut-Gegen-Böse-Verwechslungs-Geschichte kennen wir aus zig anderen Streifen zur Genüge. Anders sind auch die eindimensionalen Charaktere nicht zu erklären: Wenn man sieht, was hier mit Bullen und FBI-Ermittlern besetzt wurde, könnte man „befürchten", dass dem Sender 9 LIVE die Gewinnshow-Moderatoren ausgegangen sind.
Martin Henderson als langmähniger Hengst im „RAMONES"-Shirt passt in das Motorrad-Rocker-Klischee wie die Faust aufs Auge!
Zu alledem brechen in diesem Streifen auch noch Tussis im Leder-Fummel in die letzte Domäne der Männerwelt ein: Werkzeug-schwingende Latino-Babes entern die Tuning-Paul-Fraktion - kann das denn möglich sein?


Nebenbei bemerkt ist „HART AM LIMIT" eine einzige Aneinanderreihung von Verfolgungsjagden: Motorrad gegen Motorrad, Motorrad gegen Auto, Auto gegen Auto - egal, was letztendlich zu Blech verbraten wird. Etwas Hirn und Handlung hätte da sicherlich nicht geschadet!
Die pseudo-coolen Sprüche am Rande der Erträglichkeit und ein Showdown mit CGI-Effekten, der so realistisch wirkt, wie der Schambereich von Plastik.-Barbie, bilden den (negativen) Höhepunkt des dummdämlichen Action-Quarks.


Bleifuß, Babes und Bolliden bilden das Gerüst für einen sinnfreien Action-Thriller mit Blödmanns' Karl-Gehilfen-Humor, dessen größter Trumpf die kurze Spielzeit von knappen 80 Minuten ist. Na ja ... zugegeben soooooooooo schlecht ist der Film auch wieder nicht - wenn man seine Ansprüche auf ein Minimum reduziert und kurzweiligen Trash von der Stange erwartet, findet man für den Moment Gefallen an diesem Machwerk. Nachhaltiges ist aber dennoch nicht von dieser löchrigen Story zu erwarten!


(5 / 10)

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