Und Gott sprach: "Es werde Mist!"
Motorräder in Filmen sollen in der Regel cool aussehen. Filme wie "Mission: Impossible - 2" und "3 Engel für Charlie - Volle Power" beweisen diese Theorie. Darum dachte man sich, dass eine Motorrad-Version von "The Fast and the Furious" wohl eine geile Idee wäre. Doch "Hart am Limit" zeigt, dass diese Idee ein Schuss in den Ofen war...
Biker Ford (Martin Henderson) kehrt in seine Heimat zurück. Dort erwartet ihn aber neben einer ständig angepisst wirkenden schwarzen Biker-Gang auch noch seine Freundin Shane (Monet Mazur) und der Drogen-Dealer Henrey (Matt Schulze). Der killt darauf auch gleich den Bruder des Anführers (Ice Cube) der schwarzen Biker-Gang und schiebt die Schuld auf Ford. Jetzt wird der nicht nur von Trey, Henrey gejagt, sondern auch von zwei FBI-Agenten (?)...
"Hart am Limit" wurde größtenteils mit No-Names besetzt. Martin Henderson (The Ring) wirkt ein wenig überfordert und versucht dennoch das Beste aus seiner Rolle herauszuholen, was ihm aber nicht gelingt. Jaime Pressley (Nicht noch ein Teenie-Film) ist als gepiercte Lack- und Leder-Schlampe zu sehen, die wohl in ihrer Biker-Gang einmal täglich herumgereicht wird. Ice Cube (Anaconda) guckt ständig grimmig und auch seine Gang-Kumpels wirken dauernd angepisst. Eben die normalen Klischee-Schwarzen, wie man sie sich in solchen Filmen vorstellt. Einen Kurzauftritt hat auch noch MTV-Ficke Christina Milian, die eh nichts besseres zu tun hat, als sich von einem von Fords Spezis durchorgeln zu lassen. Doch den Vogel haben die beiden Agenten vom FBI (hier aka "Frontal Blöde Idioten") abgeschossen. Beide sind so gekleidet, als würden sie frisch vom Laufsteg kommen. Die Frau sieht wie ein billiger Matrix-Abklatsch von Jada Pinkett-Smith (Matrix Reloaded) aus. Und der Typ ist nicht nur zu blöd zum Autofahren, sondern auch zu blöd, um seine Partnerin zu killen. Mehrfach ballert er auf sie, erwischt sie aber kaum. Und wenn er sie mal erwischt, dann trifft er auch nur in ihre kugelsichere Weste. Als FBI-Agent müsste man eigentlich wissen wie wirkungsvoll ein Kopfschuss sein kann. Am Schluss werden dann aber beide in die Luft gesprengt.
Der Film wirkt im Prinzip wie ein schlecht abgefilmter Videoclip, was wohl auch daran liegt, das er von Videoclip-Regisseur Joseph Kahn (ob der mit Oliver Kahn verwandt ist?) gedreht wurde, der unter anderem Musikvideos für Eminem, U2 und eben auch Ice Cube (der wohl Schulden bei ihm hatte und darum mitgespielt hat) gedreht hat. Die Action-Szenen wirken zwar super, aber könnten nicht wirklich in der Realität stattfinden. Was soll's? Die pupertären Kiddies werden schon drauf stehen. Denen ist es sowieso scheißegal, ob solche Szenen nun vollkommen übertrieben und unrealistisch sind. Hauptsache es sieht fett aus.
Im Großen und Ganzen macht das "Hart am Limit" neben dem zu Recht gefloppten Küblböck-Film (den ich NICHT gesehen habe, was auch egal ist, da man sich denken kann, was das für ein Schrottfilm ist) den schlechtesten Film 2004.