Review

Mercy

Screenlife-Thriller mit thematischen und optischen Anleihen bei so Filmen wie Dredd, Robocop oder auch Minority Report. In dieser kammerspielartigen Zukunftsversion, richtet eine KI über potentielle Täter.

Die haben dann 90 Minuten Zeit ihre Unschuld zu beweisen oder prozentual unter einen statistischen Wert von 92% zu gelangen, um zumindest der augenblicklichen Hinrichtung zu entgehen. 

Da heutzutage nahezu alles überwacht und aufgezeichnet wird, scheint die Figur von Chris Pratt, heißt auch Chris, relativ sicher überführt. Er ist der Mörder seiner Ehefrau und das als Cop. Die Fakten sagen das! Oder doch nicht? Oder Doch? Hach dann noch dieses menschliche Bauchgefühl. 

Story ist natürlich konstruiert, aber funktioniert als Aufhänger ganz gut. Natürlich wird auch die ethische Komponente hinterfragt, ob alles von einer KI entschieden werden sollte. Fragt sich dann auch Chris, ein Befürworter des MERCY-Programms, als er auf dem Stuhl sitzt. Tja bissel dumm gelaufen. 

Der Film ist echt kurzweilig und richtig gut zum anschauen. Zum einem wird regelmäßig der Timer der Deadline eingeblendet und zum anderen ist die Umsetzung, wieder Erwarten, temporeich und auch die Action bekommt im letzten Drittel deutlich mehr Gewicht. Ein zwei Twist's und ordentliche Darsteller runden das Ganze ab. Die Moral der Geschicht kommt dann mit nem 40ig Tonner. 

Regie führte der Russe Timur Bekmambetow, von dem waren die Wächter der Nacht/Tag Filme und Wanted. Allerdings kommt sein eigenwilliger Still (Kamerafahrten) nicht mehr so toll zur Geltung, zum Vorschein. Guter Sonntagsfilm fürn Stream auf der Couch. Für eine Kinoauswertung war der Film wohl auch nicht wirklich gedacht 


Peace ✌️

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