Das kam aus dem Nichts und das Unter-dem-Radar-laufen war sicher so gewollt, im Sinne eines von allen Richtungen unerwünschten Film. Sei es ist in der totalitären sogenannten Herrschaft des Volkes dort, als auch der Scheindemokratie hier. Wir können jedenfalls froh sein, jene Literatur-Adaption überhaupt zu Gesicht zu bekommen, denn es lohnt sich. Eine meisterhafte Verfilmung, ich kann nur jene bewerten, eines, wie ich hörte, meisterhaften Romans. Was hier für 17 Millionen Dollar auf die Beine gestellt wurde, ist, bis auf ein paar CGI-Effekte, optisch überwältigend und inhaltlich durch durchweg überzeugende Darsteller nochmal potenziert. Ich möchte niemand hervorheben, ich hebe August Diehl hervor! Wir sehen eine grundlegende Geschichte, die immer und überall spielen kann: Ein am politischen System gescheiterter Freigeist, wird nicht nur Spielball seiner Tyrannei, sondern auch seines Geistes. Hier erweitert sich in diesen Zusammenhang die filmische Realität um eine fantastische Komponente. Die echte Welt und die kreativen Gedanken zum Verfassen seines Romanmanuskriptes verschmelzen. Mittels seiner Kunst rächt sich der Autor an seinen direkten und indirekten Peinigern, den Herrschenden, deren Schergen und auch der ganzen dumpfen Masse. Schwer zu beschreiben, einfach anschauen oder sogar lesen.