Jake will mit seiner Frau Prang und Tochter Loo Urlaub in der Heimat seiner Frau machen, in Thailand. Dass er dort das Tor zur Hölle öffnet, kommt für ihn eher ungelegen. Und die Dämonen haben es nicht nur auf ihn abgesehen.
Und wieder einer dieser Filme aus der Kategorie Hirn-aus-und-anspruchslos-berieseln-lassen.
Beherzigt man das, wird man aber doch ziemlich gut unterhalten. Das deutsche Regieduo Steffen + Alex steigt schnell in die Action ein und hält das Tempo auch weitgehend aufrecht. Lediglich im Mittelteil wird etwas pausiert. Entsprechend geben die beiden den Figuren nicht viel Zeit, sich vorzustellen. Mama Prang umsorgt Tochter Loo und Papa Jake ist selbst anwesend nur abwesend, weil er ständig mit der Arbeit beschäftigt ist. Drum überrascht es wenig, dass er sich bei einem Amoklauf quasi gar nicht um die Familie sorgt.
Fortan hat er es mit einer Spiderwalk-Schülerin, Harpyen-artigen Kreaturen, einem haushohen Feuerdämon und einigen anderen unfreundlichen Dingen zu tun. Diese sind entgegen aller Erwartungen für ein (vermutlich) eher kleines Budget ziemlich gut gemacht. Nicht nur die CGIs selbst, auch das Creature-Design wirkt insgesamt sehr gelungen.
Gelungen sind auch die Sets. Die teils apokalyptisch anmutenden Trümmer des Einkaufszentrums und diverse anderer Sets und Locations wissen zu gefallen und sind zudem sehr abwechslungsreich.
Als besonders gelungen, um nicht zu sagen geil, empfinde ich die Kameraführung. Die Kamera ist dynamisch unterwegs, ohne dabei zu wackeln. Sie ist dicht am Geschehen, wenn nötig, und zeigt auch die eine oder andere gute Totale. Diverse Bewegungen rund um den Fuerdämon oder ein Hochhaus hinab sind echt klasse.
Insgesamt macht der Film visuell eine Menge her. Der Sound geht dagegen weitgehend unter. Lediglich bei den Harpyen hört man Töne wie aus einer Vogelvoliere, was in Verbindung mit den Kreaturen recht creepy daherkommt. Der Score fällt überhaupt nicht auf.
Blass bleiben auch die Darsteller:innen, die abgesehen von der kleinen Loo und Michele Morrone als Antagonist Mek aber auch nicht viel Spielraum in diesem Spektakel haben. Held Jake taugt leider so gar nicht zur Identifikation und wäre auf Seiten der Gegner weitaus besser aufgehoben.
Doch das Gesamtpaket macht Laune. Kamera und Tricks sind hervorragend. Ist alles besser, als man bei so einer Produktion erwarten sollte. Gefällt.