Gleich vorweg: Akzeptabel, aber nicht mehr so gut wie Teil 1.
Umwehte den Vorgänger eine gewisse Aura des Unheimlichen, geprägt von den Geheimnissen des Accountant und der schrittweisen Enthüllung seiner Person, so ist dieser zweite Teil mehr eine Art Buddy-Movie geworden. Der großartige J.K. Simmons gibt schon zu Beginn des Films den Löffel ab, die Suche nach den Tätern führt zu einer Wiedervereinigung der Charaktere aus Teil 1. Dabei bekommt der von Jon Bernthal gespielte Bruder deutlich mehr Raum und hat auch ein paar Lacher auf seiner Seite (z.B. wenn aus dem eiskalten Killer aus Liebe zum Hund selbst ein Schoßhündchen wird). Aber auch der Accountant selbst taut etwas auf und wir erleben eine sentimentale Verbrüderung wie in einem Roadmovie. Gegen Ende dann kommt eine beinharte Ballerei, die aber aufgrund der Actionarmut zuvor etwas überzogen wirkt. So gar nicht überzeugen können die Bösewichter, hier hat man noch nicht mal bekannte Gesichter gecastet.
So offenbart der Film dann doch etliche kleine Schwächen, aufgrund seiner handwerklichen Güte und dem sehenswerten Sidekick Bernthal, ist er aber dennoch recht unterhaltsam geworden. Reicht grad so für 7 Sterne und ich drücke die Daumen, dass der ausstehende dritte Teil wieder etwas besser wird.