Schon das Filmplakat wirkt merkwürdig. Das kleine Blumhouse-Symbol weist den Filmkenner schon darauf hin, dass dies ein Film mit begrenztem Budget und wenig Locations werden wird. Am Anfang ist man positiv überrascht, wenn einen die eleganten Kamerafahrten in den Bann ziehen. Visuell und darstellerisch geht der Film absolut in Ordnung, man merkt, dass hier ein Regie-Profi am Werk war. Was der aber auch nicht verhindern kann, ist dass der Zuschauer an der anstrusen Handlung zunehmend das Interesse verliert. Ich habe den künstlerischen Ansatz durchaus verstanden, geht es in diesem Horrorfilm der äusserst milden Sorte doch in Wahrheit um Depression und Todessehnsucht, diese Intension lässt einen aber absolut kalt.
Eine depressive Frau, die durch einen Autounfall ihren Mann verloren hat und nun mit ihren beiden Kids vor dem Aus steht, wird durch besagte "Woman in the Yard" mit ihrer eigenen Todessehnsucht konfrontiert. Da gibt es ein paar wenig spannende Vorkommnisse im Haus, die üblichen Schockeffekte, Spiegeluniversen, die die Todessehnsucht der Frau repräsentieren sollen und ein zweideutiges Ende. Das Ganze ist todlangweilig, völlig konfus und insgesamt völlig unbefriedigend. Vor dem Total-Absturz wird der Film nur durch die inszenatorische Güte gerettet, weshalb ich auch ganz ganz knappe 5 Sterne vergeben kann.