Review

Eine Serienkiller-Geschichte geht ja eigentlich immer. Zumal mit Dennis Quaid einer meiner Lieblingsschauspieler mitspielt. Doch die Serie enttäuscht.

Der Serienkiller sitzt seit vielen Jahren ein und meldet sich plötzlich bei seiner Tochter, die sich unerkannt ein schönes Leben aufgebaut hat und eigentlich mit ihrer Familie abgeschlossen hatte. Da sie nun aber als Visagistin in einer Reality-Talkshow arbeitet, wird sie plötzlich zur Hauptakteurin ebendieser Show, als ihr Vater verkündet, er habe vor vielen Jahren zusätzlich zu den acht bekannten Fällen in Texas eine Frau getötet, für deren Mord ein Unschuldiger im Gefängnis sitzt. Und so werden die Ermittler der Talkshow Detektive in einem uralten Mordfall, für den ein Hinrichtungstermin bereits gefunden ist.

Klingt spannend, ist es aber nicht. Die Serie zieht sich unendlich. Die Hauptdarstellerin ist nicht sehr sympathisch und eigentlich mehr mit Familienkrams beschäftigt. Dass die Serie die Auswirkungen eines Serienkillers in der Familie  auf ebendiese darstellt, mag künstlerisch wertvoll sein, interessiert aber dann doch eher weniger. Am Ende gibt es dann noch eine Pointe, die entschädigt aber auch nicht für die Langeweile zuvor. Richtig enttäuschend ist Dennis Quaid, der es mit Grimassen-schneiden doch etwas übertreibt. Sein Psychopathen-Killer kommt weniger bedrohlich rüber, sondern sieht mehr wie ein Volldepp aus. Nicht sehr gut gespielt von ihm, sicher eine seiner schwächsten Leistungen. Und dass der frustrierte Ehemann unserer Heldin aus lauter Verzweiflung auch noch versucht, einen korrupten Gefängniswärter zum Mord am Killer-Schwiegervater anzuheuern, ist nun auch nicht besonders realistisch.

Unterm Strich eine recht enttäuschende Miniserie, von der ich mir doch etwas mehr erhofft hatte. 

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