Da erscheinen zwei neue Tatorte recht kurz hintereinander mit nahezu gleichem Thema. Und beide von einem Oldie-Team. Der eine aus München, der andere aus Köln. In beiden geht es um einen Mord im Theater und der Ermittlung der Kommissare im laufenden Kunstbetrieb. In der Machart unterscheiden sich die beiden Varianten etwas, gut sind beide leider nicht.
Im Kölner Fall läuft die Ermittlung des Kommissaren-Gespanns ebenfalls fast ausschliesslich im Theater im laufenden Probenbetrieb. Anders als bei den Münchenern ist das ganze aber weniger wie ein Detektivpuzzle aufgezogen, sondern folgt klassischen Thrillermomenten. Der Killer geistert nämlich weiterhin mit Hogface-Maske durch die Szenerie und schon bald gibt es ein weiteres Opfer. Dieser Inszenierungs-Ansatz ist weniger kunstvoll und bietet nicht ganz so viele Künstler-Klischees, ist aber genauso langweilig und noch weniger glaubwürdig als die Münchner Variante. Der geübte Krimikenner kann den Täter schon früh ausmachen, größere Überraschungen bleiben ebenfalls fern. Zudem wirkt der Fall zu überkonstruiert und die Thriller-Elemente im "Scream"-Stil wirken eher lächerlich. Daher bekommt auch dieser Tatort höchst mittelmässige 5 Sterne!