Review

A Headscratcher

In "Control Freak" kämpft und kratzt (!) eine berühmte und erfolgreiche Selbsthilfeguruette (stark: Kelly Marie Tran!) gegen ihre eigenen inneren Schweinhunde und Traumata an...

Du wirkst heute ein wenig aufgekratzt... 

Egal wie oft und doll "Control Freak" kratzt, juckt, reibt und gräbt - trotzdem fühlt sich die psychologische Genremixtur immer noch oberflächlich und beliebig an. Das ist schade. Aber leider der ernüchternde Eindruck, den ich bekommen habe. Konstant und fast etwas frustrierend. Ein paar visuelle Kniffe (krabbelnd-klebrige Tierchen; edle Beleuchtung; das ständige Kopfkratzen) und eine allgemein hochwertige Kameraarbeit kommen positiv dazu. Frau Tran ist sehr gut, vielschichtiger als der restliche Film und sie scheint sich aus ihrer Imagesackgasse herauszuspielen. Oder dies zumindest zu wollen, alles dafür zu geben. Aber "Control Freak" lässt im Endeffekt sie und uns im Stich. Er erreicht sein Ziel nicht. Er verblasst schnell und wirkt wie ein Blender. Audiovisuell griffig (auch das Sounddesign hat seine Gänsehautmomente). Charakterlich ambitioniert. Erzählerisch und thematisch aber sehr zäh und anti-außergewöhnlich. Schneller vergessen als eine ausgedrückte Hautunreinheit. Und Narben hinterlässt das leider keine...

Die Ameisen deines Stammbaums

Fazit: zwischen Juckreiz, Achselzucken und tiefsitzendem Trauma... "Control Freak" ist alles andere als leer. Und trotzdem so egal. Mir zumindest. Vielleicht bin ich das Thema "Sünden deiner Eltern" aber auch einfach leid.

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