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Frankenstein ist zurück! Durch einen Packt entgeht er dem Tod durch die Guillotine und arbeitet unter dem Namen Dr. Stein weiter. Tagsüber arbeitet er als Arzt, aber nachts geht er seiner alten Leidenschaft nach, der Erschaffung von Leben aus toten Körperteilen. Seinem Assistenten Karl hat er versprochen, dessen Gehirn in einen neuen Körper zu verpflanzen, da dieser halbseitig gelähmt ist.
Zusätzlich erhält Frankenstein Hilfe von Dr. Kleve, ein feuriger Bewunderer von Frankensteins vergangener Arbeit. Bald wagen die drei den Schritt zur Gehirntransplantation.
Peter Cushing als Frankenstein ist zurück. Nach dem stimmungsvollen ersten Teil der Hammer Studios folgt hier die Fortsetzung, die nahtlos an den Vorgänger anknüpft. Cushing verkörpert Frankenstein gewohnt hochgradig. Die Rolle passt perfekt zu dem knochigen Darsteller.
Der restliche Cast überzeugt ebenso, wenn auch Cushing den Film trägt. Die Kreatur ist hier weniger Kreatur, da sich dieser Teil eher auf Gehirntransplantationen konzentriert. Das "Opfer" Karl wird dann auch überzeugend dargestellt, auch bei der späteren Sinneswandlung, wenn er durch einen Kampf am Gehirn beschädigt wird und Aggressionen entwickelt. Dr. Reve, Frankensteins Assistent, ist, im Gegensatz zum ersten Teil, mindestens genauso ruchlos, wie der Baron selbst und treibt die Experiment ebenso voran.
Zu Beginn glaubt man auch noch, das sich Frankenstein gewandelt hat, da er auch den Ärmsten der Armen hilft, doch diese Illusion wird schnell fallengelassen.
Die Sounduntermalung ist solide Kost, ohne groß im Gedächtnis zu bleiben. Inszeniert ist das Ganze hervorragend von Stammregisseur Terence Fisher. Gruselig und schön atmosphärisch, allerdings ohne großartige Akzente bei der Kameraarbeit zu setzen.
Ein ganz kleines Manko ist, das hier eine richtige Kreatur fehlt. Da vermisst man den schaurigen Christopher Lee aus dem Vorgänger.
Insgesamt kann die Fortsetzung das Niveau des Vorgängers halten, wenn auch hier und da kleiner Abstriche zu machen sind.
Das Ende ist dafür schön bissig und ließ so Spielraum für weitere Fortsetzungen.
Für Freunde des britischen Horrors liegt hier ein klasse Streifen vor, für Frankenstein und Hammer-Fans sowieso.

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