Review

Sandige Abenteuer mit Chuck & Louis!

„Feuerwalze“ schickt als super sympathisches Cannon-Chaoten-Abenteuer Chuck Norris & Louis Gossett Jr. (RIP!) auf die Suche nach legendären Schätzen und Gold in Wüsten, Höhlen und Aztekenflüche - natürlich inklusive einer attraktiven Blondine als Auftragsgeberin und Reiseführerin…

Höhlen, Schlangen & Schweißränder!

Höchste Hollywoodgüte sollte man von „Firewalker“ selbstredend nicht erwarten. Sau Spaß macht er trotzdem! Gerade bei richtig eingestellten Erwartungen. Die Chemie zwischen seinen beiden Machostars stimmt auffällig. Norris hat man sogar selten so leichtfüssig, locker und süffisant erlebt. Melody Anderson ist wie eine strahlende Fata Morgana in der Wüste. Zwischen Schamanenmumpitz und Humorfehlzündungen. Aber ich mag ihn trotz seiner Blindgängerqualitäten. Er kommt zum Punkt. Er fährt kaum Umwege. Er hat etwas von klassischen Sonntagnachmittagabenteuern zwischen Sindbad, Jason und seinen Argonauten. Nur eben mit den Cannon-Gewürzen. Die sich selten dermaßen wenig ernst genommen haben, muss man sagen. Und loben. Besser als die neue, sicher 50x so teure „Uncharted“-Verfilmung für mich. Handfest, echt, charmant. Flach und fröhlich. Das hat auch was von TV-Serien der 90er. „Hercules“- & „Xena“-Fans können genauso zuschlagen wie der „harte Cannon-Kern“. Die deutsche Synchro ist der Hit, zieht die Sause aber eventuell zu sehr in Klamauk-Territorium. Dennoch sind da Sprüche bei, die man einerseits ewig zitieren könnte, andererseits heutzutage aber kaum noch denkbar sind („vom Beruf Neger“). Aber auch im ernsteren O-Ton ist „Firewalker“ bei gedrosselten Erwartungen ein Hit, bei dem seine knapp 100 Minuten verfliegen wie ein Salsa im Wüstensturm. 

Fazit: wunderbarer Cannon-Abenteuer-Actioner der kalorienarmen & kurzweiligen Oldschool-Art! „Firewalker“ ist eine heisse Wüstensause zwischen Indy, Quatermain & mehr Trashfaktor. Funtastisch! 

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