Final Destination, ein spezielles Kino-Phänomen. Trotz auf den ersten Blick wenig massentauglichem Eindruck, zieht die Reihe stets das einfache aka breite Publikum vor die Leinwand. Um es inhaltlich auf den Punkt zu bringen: es geht darum, austauschbare Charaktere möglichst fantasievoll und splattrig aus dem Leben zu löschen. Umso mehr, umso besser, das fragwürdige Spektakel in einer möglichst nahtlosen Taktung, so aufsehenerregend wie möglich. Wir lassen jetzt besser die gesellschaftliche Analyse und beschränken uns auf die Einschätzung des neuen Teils. Alles wie immer, diesmal aber wieder mit anständigem Pacing und interessanten Einfällen, allerdings auch dem üblichen schrottigen CGI. Das ist für mich der Knackpunkt. Einfach mal einen Gang zurückschalten, dafür eine möglichst greifbare Umsetzung. Vermutlich versuche ich aber gerade einen Punkt auszublenden, der wesentlich für das Franchise-Konzept ist: fehlender Realismus als Stilmittel. Nur so kann das als Fantasie einen jungen popcorn-kauenden Publikum vorgesetzt und für gutes Geld als Entertainment verkauft werden.