Auch Nummer sechs der Reihe bietet unterm Strich die bekannte Formel, wenn das Regieduo Zach Lipovsky und Adam B. Stein das Konstrukt auch etwas variiert. Dem Tod von der Schippe gesprungen macht selbiger sich daran, diese Abweichung auszumerzen. Dieses Mal in einem recht großen Bogen, trotz der beliebten Zutaten wie einer Eingangssequenz und dem tödlichen Ineinandergreifen spürt man die Laufzeit hier. Man lässt sich Zeit und bläst das bekannte Szenario mit einer uninteressanten Familiengeschichte auf, wobei die meisten Mitglieder der Sippen uninteressant bis unsympathisch sind. Auch der Aufbau der bekannten Kettenreaktionen zieht sich mitunter, foppt das Publikum mehr als einmal und liefert selten ein befriedigendes Finale. Da will der Streifen einfach mehr sein, als er ist. Beziehungsweise sein sollte.
Wenn es denn mal zu diesen Sequenzen kommt, bekommt man auch immer „schön“ CGI um die Ohren. „Bloodlines“ sieht gerade in diesen Teilen mitunter recht künstlich aus. Darunter leidet für mich dann auch der Spaßfaktor, ein böses Grinsen hier und da verursachte das dennoch. Schadenfreude liefert auch dieser Teil der Reihe wieder, denn die Figuren wachsen einem nicht ans Herz. Man erfreut sich an manchem Ableben, wenn es auch nicht mehr so mit Zug konstruiert wirkt wie noch in manchem Vorgänger. Auf diese wird immer wieder mal mehr oder minder gelungen angespielt, Highlight ist ein letztmaliges Wiedersehen mit Tony Todd. Dessen Auftritt und Worte sind das einzig Warme in der sonst recht kühlen Inszenierung, in welcher man nicht über vieles nachdenken sollte. Den Sinn von Ommas Festung beispielsweise.
„Got much time left?“
Nächstes Mal weniger artifizielle CGI und missliebige Charaktere mitsamt Drama und dafür mehr Tempo mit kreativen Konstruktionen des Hinscheidens. Dann klappt es auch mit dem Spaßfaktor.