Ein Jahr nach dem mysteriösen Verschwinden ihrer Schwester Melanie begeben sich Clover und ihre Freunde auf der Suche nach Antworten in das abgelegene Tal, in dem sie verschwunden ist. Bei der Erkundung eines verlassenen Besucherzentrums werden sie von einem maskierten Killer verfolgt und einer nach dem anderen auf grausame Weise ermordet… Bis sie aufwachen und sich wieder am Anfang desselben Abends wiederfinden.
Hatten wir das nicht schon öfters, dass Menschen zig mal sterben und dann wieder aufwachen? Allerdings, und zwar mehr als einmal, meist aber als Komödie wie in den äußerst gelungenen HAPPY DEATHDAY Teilen.
UNTIL DAWN ist wohl ein Videospiel, welches ich nicht kenne, was einfach damit zusammenhängt, dass ich kein Zocker bin. Aber bei der Einblendung SONY PS präsentiert war eigentlich alles völlig klar.
Daher gilt meine Bewertung für den Film an sich, nicht für die Umsetzung, weil ich diese eben nicht beurteilen kann. Und so muss ich festhalten, dass UNTIL DAWN, gerade die erste Stunde, doch sehr unterhaltsam geworden ist.
Die Darsteller sind einem fast alle sympathisch, was dazu führt, dass man mit ihnen mitleidet, besonderes das Mädel, welches die vermeintliche Hauptrolle belegt, ist nicht nur putzig, sondern auch durchaus talentiert (hatte auch eine Nebenrolle in ANORA).
Beim Bösewicht ging man ganz auf Nummer sicher, nachdem Billy Drago verstorben ist und Brad Dourif fast keine Rollen mehr annimmt, blieb ja eigentlich nur Peter Stormare, der als Psycho mal wieder eine seiner Lieblingsrollen spielen darf.
Die erste Stunde ist, wie oben erwähnt, ganz stark, denn wie sich so langsam auflöst, was denn an diesem Ort eigentlich passiert, wurde recht spannend umgesetzt. Die letzten 30 Minuten sind mir persönlich einen Tick zu viel „wir rennen vor den Bösen weg“, passen aber trotzdem gut zum Rest und sind mit Sicherheit auch ein wichtiger Bestandteil des Videospiels..
Für einen Streifen ab 16 Jahren ist der Blutzoll hier erstaunlich hoch. Was hier alles an roter Farbe spritzt und an platzenden Körpern zu sehen ist, wäre vor 30 Jahren komplett der Schere zum Opfer gefallen und immer noch mit 18 versehen worden.
Fazit: Routinierter Horrorfilm vom Spezialisten für solche Sachen, denn Herr Sandberg hat vorher bereits die durchaus ansehnlichen ANNABELLE 2 und auch LIGHTS OUT inszeniert. Der Film ist flott gedreht hat kaum Leerlauf und man sieht ihm an, dass hier doch recht viel Budget zur Verfügung stand....
6,7