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Um einen Dokumentarfilm zu drehen , schleicht sich eine Gruppe junger Leute in eine stillgelegte Fabrik am Hafen ein , die bald abgerissen werden soll . Sie wollen die Legende eines Seemannes , der dort sein Unwesen treiben soll , erforschen und für die Zukunft festhalten . Wie kaum anders zu erwarten , ist die Legende aber keine Legende , sondern die reine Wahrheit und Popeye , der dort scheinbar 20 Jahre lang nur von verseuchtem Spinat gelebt hat und durch diesen zum Monster mutiert ist , alles andere als gut auf die Eindringlinge zu sprechen ... 

Tja , und wieder ein Slasher mit einer rechtefreien Kinderfigur wie Mickey Mouse oder Winnie the pooh .
Dieses mal erneut mit Popeye , dem Seemann mit dem harten Schlag , und nicht ganz so billig wie beispielsweise " Popeyes Revenge " , " Mickey´s Mouse Trap " oder " Mouse of Horrors " . Was nun nicht heißen soll , dass er besonders aufwändig oder sonstwie außerordentlich gut oder das fehlende Budget nicht zu bemerken wäre . 
Doch hier wurde Popeye wenigstens ein eigens kreiertes Make-up gegönnt , das wie eine gruselige Erweiterung des Aussehens der original Cartoonfigur aussieht , die Schauspieler sind nicht vollkommen schrecklich , die Figuren nicht gänzlich unsympathisch , 1 bis 2 Gags sorgen für ein kleines Schmunzeln und die Bluteffekte ( gebrochener Arm , zermatschter Kopf , abgerissene Haare ) sind einigermaßen ansehnlich . 
Nicht sonderlich ansehnlich ist - nicht ernsthaft überraschend - dagegen die Geschichte , denn da fiel den Machern natürlich nichts weiter ein , als die Figuren zu dem Gebäude fahren und so lange darin herumschleichen zu lassen , bis Popeye sich einen nach dem anderen geschnappt hat . Einzige Ablenkung vom Schleichen ist die ständige Wiederholung der " Sage " des alten Seemanns , die ungefähr so geht : " Meine Eltern haben mich immer gewarnt , dass in der Fabrik ein Seemann sein Unwesen treibt . Ende . " Ansonsten wird noch für eine Sekunde was von einer unsterblichen Liebe des monströsen Seemanns geschwafelt . Da hätte man sich ruhig mal eine etwas detaillierte und originellere Hintergrundgeschichte ausdenken dürfen , da man ja sonst nichts zu erzählen hat . 
Die Musik ist dabei sehr unauffällig und schafft es nicht Szenen oder Atmosphäre passend zu unterstreichen . 
Für B-Movie Slasher Verhältnisse mit einer rechtefreien Figur ist der Film letztlich ganz akzeptabel - weder sonderlich gut noch besonders schlecht - doch ernsthaft gesehen haben muss man " Popeye the Slayer Man " bestimmt nicht . 
Und am Ende stellt sich mir die Frage , warum alle Slasher , die mit Kinderfiguren als Mörder aufwarten , immer so ernst gemacht werden , obwohl schon ihre Grundideen doch so lächerlich sind , dass sich die Umsetzung als Horror-Komödie doch viel eher anbieten würde . 

*** Der Film wurde im englischen Original gesehen !!! 

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