„Be Happy": Tanzen für die Hoffnung – Be Happy liefert Herz, aber wenig Überraschungen
Be Happy ist ein klassischer Feel-Good-Film, der mit Emotionen und farbenprächtigen Tanzszenen spielt – und genau damit punktet er auch. Regisseur Remo D’Souza versteht es, eine berührende Vater-Tochter-Geschichte mit beeindruckenden Choreografien zu verknüpfen. Im Zentrum steht Abhishek Bachchan als Shiv Rastogi, der als alleinerziehender Vater eine starke und authentische Figur abgibt. Seine Darstellung überzeugt vor allem durch Wärme und Zurückhaltung.
Inayat Verma als Dhara ist der eigentliche Star des Films: Mit ihrer charmanten, klugen und selbstbewussten Art trägt sie die Geschichte mühelos. Ihre Szenen sind ehrlich, berührend und sorgen immer wieder für kleine Gänsehautmomente. Unterstützt wird das emotionale Zentrum durch Nassar als liebevollen Großvater, der ebenfalls Herz in die Handlung bringt.
Die Tanzszenen sind erwartungsgemäß ein Highlight – visuell beeindruckend, voller Energie und mitreißend. Besonders die große Bühnenshows und Gastauftritte von bekannten Tanzstars wie Prabhu Deva oder Sonali Bendre sorgen für kleine Wow-Momente. Die Musik fügt sich stimmig ein und bleibt im Ohr.
Allerdings leidet der Film an einer vorhersehbaren Story. Dramatische Wendungen kommen wenig überraschend und verlaufen oft genau so, wie man es erwartet. Zudem kratzt das Drehbuch nur an der Oberfläche der emotionalen Konflikte, ohne sie tiefer zu erkunden. Auch Nebenfiguren wie Nora Fatehis Maggi bleiben eher schmückendes Beiwerk und hätten mehr Profil verdient.
Insgesamt ist Be Happy aber genau das, was man sich davon verspricht: ein positiver, familienfreundlicher Film mit viel Herz, großen Gefühlen und beeindruckenden Tanznummern. Für einen gemütlichen Abend, an dem man sich inspirieren und berühren lassen will, ist der Film eine gute Wahl.