Review

Story:

Eine Horde von Terroristen fällt in die USA ein und startet einen
brutalen Angriff auf die brave US Bevölkerung nach dem anderen.
Keiner kann sie stoppen - ausser natürlich einem einzelnem Mann,
Hunter (gespielt von US Patriot Chuck Norris).

Auf der Gegenseite ist der Anführer der Terroristen Rostov (Lynch)
der noch eine Rechnung mit ihm zu begleichen hat weil er früher
mal von Hunter erwischt wurde und davon heute noch Alpträume hat.

Hunter will zuerst gar nicht eingreifen und gibt lieber (wie bei
Norris immer) denn grundehrlichen und hart arbeitenden einfachen
Mann - eben denn "anständigen" Amerikaner. Doch der Bösewicht plant
einen Anschlag auf ihn weil er sich in die Hosen macht das ein
einzelner die ganze Aktion gefährdet. Hunter entkommt dem Anschlag
und greift jetzt in denn Kampf ein.

Er gibt denn Supercoolen und erledigt aus dem Handgelenk jeden bösen
Feind. Das es dabei meist nicht logisch zugeht und Dinge auftauchen
die (wenn man einen Film drehen würde mit auf Deutschland bezogenen
Volksgruppen) eigentlich locker als "Volksverhetzung" eingestuft
werden könnten (und den Machern Gefängnis einbringen würde)
tut der "patriotischen" Action keinen Abbruch.

Also wird in "bester" Tradition jedes Vorurteil bestätigt und schön
im Namen der guten Sache gefoltert und hingerichtet - bis zum Finale
bei dem alle Übelwichte, dank einer schlauen Falle von Hunter (alle
anderen waren zu unfähig), Ihrer gerechten Strafe zugeführt werden.


Schauspieler:

Chuck Norris als "Held" prügelt und schiesst sich wortkarg
durch das dünne Drehbuch - verschiedene Gesichtsausdrücke wurden
erst gar nicht nötig da er Sie eh nicht beherscht.

Richard Lynch gibt routiniert denn üblichen Bösewicht.
(bei der deutschen Synchro wurde aus Rostov Haymes in denn anderen
Sprachen und denn dt. Untertiteln der DVD bleibt es bei Rostov)

Der Rest der Darsteller plätschert so dahin - von der stereotypen
cleveren, frechen Reporterin bis zu denn Ballerstatisten.




Action+Machart:

Reichlich und ganz okay gemacht - wenn man sich nicht daran stört
das es öfters ins lächerliche abdriftet...wenn zB Hunter ganz
lässig und langsam die Magazine wechselt - und ihn natürlich die
Feinde erst dann angreifen wenn die Waffen wieder geladen sind...

Im Gegensatz zu denn meisten Chuck Norris Filmen fallen einem
auch nicht andauernd Szenen auf wo Stuntleute für ihn einspringen,
(bei denn Motorradszenen in Delta Force 1 übelst!) dafür sieht
man hier bei der Holzschneideszene (22/23 minute) einmal deutlich
einen Kameramann hinter Chuck Norris im Gebüsch........



Logik:

Damit nimmt man es leider nicht so genau...da befestigen Terroristen
eine Bombe mit kurzer Sprengzeit an einem fahrendem Bus - was passiert?
In dieser kurzen Zeit fährt der entfernte Hunter durch denn ganzen Stau,
holt denn fahrenden Bus ein, entfernt die Bombe, holt die mit Vollgas
davongebrausten Terroristen ein und wirft diesen die Bombe ins Auto...
Achso - kann man da als ungläubig staunender nur sagen...

Da versteckt sich Hunter (Norris) hinter seinem Auto das ein Terrorist
die ganze Zeit im Blickfeld hat - nur um im nächsten Moment denn Kerl
von der Seite zu erledigen... Wie er dahin gekommen ist? Magie?

Da tritt im Schlusskampf Hunter seinen Gegensacher Rostov mit 1, 2
tritten locker zusammen...nun gut das er bei einem Zweikampf gewinnt
okay ABER: Will man dem Zuseher weiss machen das ein berüchtigter
russischer Terrorist der eine ganze Welle von Terrorangriffen auf
dem Boden der USA leitet keinerlei Nahkampfausbildung hat? Hallo?


etc...


Weitere Kritik:
Von vorneherein - mir ist political correctness im Film eigentlich
völlig schnuppe - aber hier stösst es sogar mir übel auf!

Was hier für Vorurteile ausgepackt und nach allen Regeln der Kunst abgefeiert
werden habe ich so bestenfalls in Rambo III in Erinnerung - wenn überhaupt.

War Chuck Norris schon immer bekannt für seinen extremen Patriotismus
so stellt dieser Film die Krönung dar. Die braven Amerikaner in diesem
Film sind allesamt aus dem Bilderbuch. Von denn knutschenden Teeniepärchen,
der Familie die mit süssen Kindern Weihnachten feiert und dabei brutal
ermordet wird, der kessen Reporterin bis zu dem anständigem Mann der durch
eine ganze Shopping Mall rennt um einem ein vergessenes Paket zu bringen.

Auf der Gegenseite die "Bösen": Russen, Latinos + Kubaner....
Die sind alle abgrundtief schlecht und verdorben - die darf man dann
nach Herzenslust foltern und hinrichten....


Besonders dreist fand ich diese Stelle:

Hunter braucht einen Ansatzpunkt um auf die Spur der Terroristen zu kommen,
was macht er? Er geht in ein Striplokal und kriegt umgehend Auskunft wo ein
paar "neue Gesichter" auftauchten, aber ob es Rostovs Männer sind ist unklar.

Was macht Hunter? Er geht sofort in die genannte Bar und rammt dem erstbesten
Südamerikaner ein Messer durch die Hand - frei nach dem Motto "Latino muss ja
Dreck am Stecken haben" - und natürlich gehört der zur Bande und plaudert los.



Fazit:

Meine Bewertung dieses Machwerks fällt zwiespälitg aus...
Ich entschloss mich dazu nur denn Film an sich zu bewerten - der bietet
eine Menge (wenn auch total bescheuerter) Action die ansehbar ist.

Eben einfach zum Hirn abschalten und Ballereien anschauen geeignet. Die
krassen Logikfehler führen zwar auch hier zu einer Abwertung des Films
sind mir woanders aber schon mehr auf denn Nerv gegangen.....

Die Frage bleibt: ist der Zuseher bereit diesen Nationalismus hinzunehmen?
Diese krasse Art von Patriotismus die fast jeden anderen Film weit in
denn Schatten stellt? Wenn es in den USA mit der "Volksverhetzung"
gehandhabt würde wie in der BRD wäre dieser Film entweder nie enstanden
oder schnell wieder verschwunden....

Ich habe dies jetzt nicht in meine subjektive Filmbewertung einfliessen
lassen, das muss jeder für sich selbst entscheiden.

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