Invasion USA
„ Action Superstar Chuck Norris ist seine eigene Truppe.“ So lautet der Aufhänger auf der Rückseite der DVD dieses C-Movie Actionhighlights. Alleine dieser Satz sollte schon genügen um auch den letzten Miesepeter vor Lachen zum weinen zu bringen. Aber das Beste daran ist ja, das Chuck Norris tatsächlich seine eigene Truppe ist, die ein Mann-Armee oder auch die einen Gesichtsausdruck-Armee.
Aber kommen wir zum eigentlichen Film:
Die Story ist selbstverständlich so einfach gestrickt, damit auch Lernbehinderte sie verstehen können. Irgendein Bösewicht, der aussieht als wäre er schon 3 mal verbrannt, will Amerika mit seiner Söldnerarmee plattmachen. Natürlich ist er schon einmal Chuck Norris begegnet, der ihm dann mächtig den Arsch versohlt hat. Davon hat er dann anscheinend ein traumatisches Erlebnis also kann er seinen unendlich durchdachten Plan erst dann umsetzen wenn Chuck Norris ausgeschaltet ist. Dieses Vorhaben scheitert aber aufgrund Chuck Norris Unsterblichkeit. Natürlich hält der Schurke ihn für tot und fängt an seine Truppen James Ryan-like mit Schiffen an den Strand zu karren. Dann darf schön gewaltverherrlichend jede Menge zerstört werden, mit allem was die Waffenkammer so zu bieten hat.
Das klappt aber nicht lange, denn Chuck Norris taucht (Dank seiner 28 Sinne) immer da auf wo die Fieslinge sind und macht alle kalt ohne mit der Wimper zu zucken.
Dabei hat er ständig die Gesichtsstarre eingeschaltet und natürlich den Chuck Norris typischen unendlich Munitionscheat. Reden ist sowieso auch nicht so Norris Fall, denn er sagt eh als das Selbe: „ Zeit zu sterben.“
Das Dialoghighlight ist aber in der Szene, als Chuck Norris einen Anhänger des Endgegners foltert und irgendein Bärtiger ihm zur Hilfe kommen will:
Chuck Norris: „ Wenn du noch mal kommst, verpass ich dir so viele rechte Haken, dass du um einen Linken bettelst.“
Der Mörderspruch überhaupt und eigentlich auch schon fast das Beste am ganzen Film, ich hab mich vor Lachen fast nicht mehr eingekriegt.
Schauspielerisch braucht man eigentlich niemanden erwähnen, denn bis auf Chuck Norris und den verbrannten Schurken gibt es nur Statisten, die entweder erschossen oder gesprengt werden. Anzumerken wäre vielleicht noch die rechte Hand des Oberschurken, der völlig Irre aussieht und ständig guckt als würde er überschnappen. Aber der stirbt dank Norris eh bald und ist nur aufgrund der Laufzeit, in der er wahnsinnig gucken durfte, zu erwähnen.
Der Showdown geht dann noch mal richtig zur Sache, hier darf erschossen werden was das Zeug hält. Panzer, Armee, Hubschrauber und tote Leute ohne Atempause.
Am Ende darf Norris dann den längst verrückt gewordenen Bösewicht schön mit der Panzerfaust durchs Fenster rausballern, das alles rundet er ab mit den einzigen 3 Wörtern die er kennt: „ Zeit zu sterben.“ Großartig!
Fazit:
Actionsuperstar Chuck Norris hat mal wieder alles gegeben, was die Norris Facts versprechen: Härter als Wolverines Adamantium, mit Gesichtslähmung roundhouskickend um sich schießend mit unendlich Munition und Schallplattendialoge sorgt er für jede Menge tote Menschen. Schauspieler = 0, außer Chuck Norris sind eh alle Opfer. Ein Overkill der Seinesgleichen sucht. Schießwütige Waffenfetischisten mit Hang zum extremen Patriotismus kommen hier voll auf ihre Kosten und werde sicher nach dem Film freudeschreiend, mit der AK im Anschlag, in den Wald rennen um Tiere zu zerballern.
Doch der Film macht aufgrund des sehr hohen Trashfaktors schon Spaß, man braucht halt nur jede Menge Bier und dann kann man schön mitgröllen wenn Norris den Schurken gibt was sie verdienen. Einmal gucken reicht dann aber, dann lieber noch mal die Norris Facts lesen, macht mehr Spaß.