Review

Cannon war schon eine besondere Firma in den 80ern. Die haben viele schräge Filme produzieren lassen. Von Kult bis Totalschaden war alles dabei. "Invasion U.S.A" gehört definitiv zum ersteren!

Chuck spielt hier den Agenten Matt Hunter, der sich mit russischen oder kubanischen Invasoren anlegen muss. So genau weiß man das nicht. Naja und dabei fungiert er natürlich als eine Art Ein-Mann Armee.

Nach "Missing in Action" ist das der nächste größerer Hit von Chuck Norris. Und man merkt sofort, das für Cannon Verhältnisse recht viel Geld investiert wurde. Vor allem im Gegensatz zu den späteren Filmen von Norris und Co.

Tja aber wie soll man den Streifen hier ernsthaft beschreiben. Sagen wir mal so, er ist sehr kurios. Denke das trifft es wohl am besten.Auf der einen Seite ist er unglaublich dumm und naiv, aber auf der anderen auch extrem brutal und reaktionär. Da werden auch immer wieder mal unschuldige Männer, Frauen und Kinder über den Haufen geballert. Eigentlich eher ungewöhnlich für Filme aus den USA. Das kennt man dann doch eher aus dem HK Kino. Dann wiederum gibt es Szenen, die man einfach nicht ernst nehmen kann. Z.B. die Schulbus Sequenz. Natürlich nicht untypisch für die Art von Kino, aber in der Häufigkeit dann vielleicht schon.

Die Story ist doch sehr patriotisch und auch ein wenig rassistisch. Wobei die "Missing in Action" Teile da viel schlimmer waren. Den Sinn des Ganzen, möchte ich dabei aber nicht hinterfragen. Alles typisch für die Zeit damals.

Wie auch immer. Die Action ist ausufernd und reichlich vorhanden. Es kracht und bummst eigentlich durchgehend. Vor allem im Finale. Routiniert in Szene gesetzt von Regisseur Joseph Zito. Chuck Norris ist dabei immer...... mmhhh naja er ist halt Chuck Norris. Stoischer Blick und wenig Text. Und übermenschlich im Kampf gegen den Feind. Aber kultig ist das alles halt schon. Die Oneliner sind hier besonders lustig und erinnerungswürdig. Ich sagen nur: "Zeit zu sterben"!

Der Bösewicht wird übrigens gespielt von Richard Lynch. Der das auch perfekt rüber bringt.

Noch eine lustige Anekdote am Rande. Chuck Norris wollte die weibliche Rolle der Journalistin mit Whoopi Goldberg besetzten. Die hatte er durch Zufall mal kennengelernt. Konnte sich aber leider nicht durchsetzten. Schade! Denn dann wäre der Streifen definitiv in die Annalen eingegangen.

Also ich kann "Invasion U.S.A" jedem 80er, Trash und Action Liebhaber wärmstens empfehlen. Er ist durchgehend unterhaltsam und dabei extrem blöd und brutal. Eine Perle der Cannon Ära!

Wer auf sowas steht, unbedingt mal reingucken! Alle anderen lassen es besser sein.

7/10 Punkten

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