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Während eines Karate Wettbewerbs in Deutschland im Jahr 1941 fühlte sich General von Rudolff ( oder Rudloff ) gedemütigt . Der Trainer der japanischen Mannschaft , die damals den Wettbewerb gewann , wurde nämlich mit Diamanten bestochen , was irgendwie zu der deutschen Niederlage führte . Da er von Hitler persönlich wegen dieser Niederlage degradiert wurde , will der General sich nun 40 Jahre später an dem japanischen Trainier Miyagi ( kein Witz ! ) rächen und lädt ihn mit 20 Karatekämpfern nach Südafrika ein , wo sie in einem Turnier gegen seine 20 Kämpfer antreten sollen . Doch Steve Hunt - einer der Kämpfer des Generals - ist nicht zufrieden und die Situation eskaliert , als seine Freundin Olga aus dem Karateteam geworfen wird . Daraufhin fliehen beide aus dem Wüstenfort des Generals , doch von Rudolff ist nicht bereit diese weitere Demütigung auf sich sitzen zu lassen ... 

Na , wer hätte gedacht , dass zur Zeit des 2. Weltkrieges Karate in Deutschland so ein großes Ding war ? Ich nicht und ich glaube auch nicht , dass " Kill or be killed " als historische Dokumentation zu nehmen ist , sondern eher als spaßiger Exploitationquatsch , der wirkt , als habe man eine Karatefilm Storyline mit den Figuren eines James Bond Films und dem Setting eines 1970er Jahre Comics a la Tim und Struppi vermischt . Denn neben dem - für Karatefilme üblichen - Turnier und der Rivalität zweier Karateschulen , gibt es hier den Kleinwüchsigen Gehilfen Chico wie Schnickschnack in " Der Mann mit dem goldenen Colt " oder Mini-Me in den " Austin Powers " Bond-Parodien , der Öberböse von Rudolff verfügt über seine eigene kleine Privatarmee und lebt in einem weißen Fort aus Legosteinen , das mitten in der Wüste steht , aber in dessen Inneren es nur so grünt und blüht . Klassischer kann ein James Bond Bösewicht kaum leben !
Allzu ernst nehmen darf man die Sache also nicht , sondern sich mehr an den Abwechslungen und der Action oder an den vielen kleinen Absonderlichkeiten erfreuen wenn z.B. Chico mit seiner Handpuppe redet , Olga Karatetraining bei einer Lehrerin mit dem ehrfurchtgebietendem Namen Lorraine nimmt , 30 Gefangene im Gleichtakt eine Gefängniswand eintreten oder sich die Gefangenen gemeinsam in einer Zellentür verkeilen um so die Gitterstäbe auseinander zu pressen . Da ständig etwas vor sich geht , kommt auch keine große Langeweile auf . 
Obwohl man sich am Ende fragen kann , inwiefern Miyagi und von Rudolff überhaupt beweisen wollen , wer von ihnen der bessere Trainer ist , wo sie doch nur in letzter Sekunde ein paar Kämpfer engagieren , die sie ja gar nicht groß ausgebildet haben ...

*** Film wurde im englischen Original , allerdings in einer leicht gekürzten Version gesehen !!!

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