Oink Oink Oink
Nachdem sein Buddy Poohbär schon in dieser Horrortravestie von Urheberrechtsuntreueuniversum auf Mordstour gehen durfte, kommt nun auch der noch breiter gebaute Piglet aus seinem Hundert-Morgen-Wald und lässt eine Gruppe praller Damen wortwörtlich über die Klinge springen...
Was 'ne Schweinerei...
"Piglet" unterbietet den schon schwachen "Blood & Honey (I)" nochmal deutlich und wird kaum jemanden motivieren am "Poohniverse" dranzubleiben. Das lässt "Peter Pan's Neverland Nightmare" und "Blood & Honey II" nochmal besser aussehen als sie es sind. Aber "Piglet" ist echt schwer durchzuziehen - und das sage ich als ausgesprochener Slasherfan! Aber das hier... ui ui ui... was für ein lahmer Aufguss. Ohne Seele, ohne Spannung, ohne inszenatorische Raffinesse, ohne Augenzwinkern. Einmal ohne alles, bitte! Selbst die Kills sind nicht überragend. Sie sind okay. Die hätten's noch etwas rausreißen können bzw. der Gewaltgrad und die praktischen Gemetzel sind im "Poohniverse" oft genug ein Grund für Lob. Aber auch in dieser Beziehung bleibt das hier eher blass, safe und generisch. Hier wird mal etwas gehackt, dort mal etwas gehauen, da mal etwas Gedärme rausgerissen... Gähn! Kein Vergleich zur Menschenverachtung und Kinderschändung eines "Neverland Nightmare". "Piglet" hat in ganz wenigen, seinen besten Momenten etwas "Freitag der 13.-"- und Leatherface-Vibes. Aber das war's dann auch schon. Der Tonmix ist grottig. Der Look ist aalglatt, digital und hässlich. Die Synthies klingen nach K.I., die Mädels spielen steifer als Rocco Siffredi und deren Nacktheit wirkt drangepappt. Selten habe ich mehr Klischees in einem Slasher gesehen, schon 1982 wäre das frustrierend "by the numbers" gewesen. Selten war ich gelangweilter. Selten war ein Slasher lustloser. Selten war auch die Langeweile und Unmotivation aller Beteiligten spürbarer. Und weder bei Slashern noch im "Poohniverse" hat man hohe Ansprüche. Doch "Piglet" unterbietet spielend und auf Autopilot selbst geringste Erwartungen. Selbst ein Pfau mit Jason-T-Shirt hat nicht genug Augen um diese bei einem solchen Brei zuzudrücken...
Fazit: deutlich der bisher schwächste Ableger des "Poohniverse" und einer der stumpfesten, einfallslosesten Slasher aller Zeiten. Selbst für Fans von Slashern und trotz seiner Gewaltspitzen, seiner hübschen Mädels, seiner eigentlich liebgewonnen Klischees eher Ente als Schweinchen!