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Am 13. Januar 1982 stürzte eine Boeing 737 der Air Florida kurz nach dem Start auf eine vielbefahrene Brücke in Washington D.C. ab. Bei diesem Unglück kam der Großteil der Passagiere und Besatzung des Verkehrsflugzeuges um Leben, als auch einige der Insassen von Fahrzeugen welche sich zu diesem Zeitpunkt auf der Brücke befanden, welche durch einen Stau besonders frequentiert war. Diese reale Katastrophe bildet den Ausgangspunkt des Filmes, und hebt ihn somit in diesem Punkt von den meisten anderen Katastrophenfilmen jener Ära ab.


Der Film nimmt sich verhältnismäßig viel Zeit seine wichtigsten Protagonisten einzuführen. Größtenteils handelt es sich dabei um die zukünftigen Passagiere und Besatzungsmitglieder, sowie einen späteren Retter welcher sich während des Vorfalls in seinem Fahrzeug auf der Brücke befand. Die handelnden Personen werden in ihrem sozialen Umfeld gezeigt, was ihnen etwas mehr charakterliche Tiefe verleiht, gerade im Vergleich zu anderen Vertretern dieses Genres in denen der Hauptaugenmerk doch eher auf den geschilderten Vorfällen liegt. Dies wird natürlich dadurch begünstigt, dass es sich um reale Personen handelt, und auch die Intention dahintersteht diese als ebensolche zu ehren und ihre Erfahrungen deutlich zu machen.
Die Umstände die zu diesem Unglück führen werden verhältnismäßig wenig geschildert, und der Absturz selbst wird nicht einmal gezeigt. Dies ist wohl in Erster Linie dem beschränkten Budget eines TV-Filmes der frühen 1980er geschuldet, funktioniert aber im Kontext des Filmes hervorragend, auch weil er sich so nicht dem Vorwurf aussetzt eine real passierte Tragödie aus Sensationszwecken auszuschlachten.
Glänzen kann der Film im letzten Abschnitt welcher die Rettungsmaßnahmen schildert. Diese werden durch eine Mischung aus Spielaufnahmen sowie tatsächlicher Aufnahmen des Vorfalls umgesetzt. Die Kombination wirkt wie aus einem Guss. Auch hervorzuheben sind hervorragende Flugaufnahmen eines Polizeihubschraubers welcher eine wichtige Rolle in der Rettungsmission spielte.

Fazit: Handwerklich und darstellerisch gut umgesetzter Katastrophenfilm der den Hauptaugenmerk auf den menschlichen Aspekt legt anstelle eines reißerischen Spektakels.

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