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Hauptdarstellerin Jenna Kanell konnte bereits einige Erfahrungen mit garstigen Clowns sammeln, - schließlich war sie ein zentraler Bestandteil der Reihe „Terrifier“. Bei vorliegendem Streifen schrieb sie am Drehbuch mit und offenbart einmal mehr, dass sie verdientermaßen zu den aufstrebenden Gesichtern (nicht nur) im Horrorbereich zählt.

Schauspielerin Bowie (Kanell) konnte zwar mit einem Horrorfilm einen Hit landen, doch die labile Frau leidet unter dem Erfolg ihrer Partnerin, die soeben für ein Filmprojekt nach London reiste. Eines Abends, Bowie hat sich vor Frust betrunken, überfällt ein Fremder mit Clownsmaske ihr Haus…

Home Invasion könnte man auf den ersten Blick denken, doch ganz so einfach macht es sich der Stoff nicht, welcher noch vor dem eigentlichen Einstieg vor Stroboskopeffekten warnt.
Dies deutet zwar nicht auf den inhaltlichen Verlauf hin, jedoch auf die Machart, die punktuell ein wenig überambitioniert anmutet.

Im Zentrum steht fast ausschließlich Bowie und ihr Haus, Nebenfiguren kommen zwar vor, doch sie spielen eine komplett sekundäre Rolle. Früh fällt hingegen auf, wie soziale Medien im Kontext mit Filmschaffenden Seitenhiebe erfahren und auch so genannte Fans kommen bei alledem auffallend schlecht weg. Fast könnte man meinen, Kanell betreibt da eine Art persönliche Abrechnung.

Genretechnisch pendelt man zwischen Thriller und Horror, lässt gar etwas Torture Porn einfließen, welcher jedoch keinen Lockstoff für Gorehounds darstellt. Stattdessen wird versucht, das Innere der Hauptfigur nach außen zu kehren, was nur teilweise klappt.
Ein brennendes Streichholz in Zeitlupe wirkt durchaus kunstvoll und während einige Szenenübergänge definitiv sauber durchdacht sind, bringen stakkatoartige Passagen mit wahllosem Inhalt eher wenig und sind zudem anstrengend zu verfolgen.

Bei alledem mangelt es primär an Spannung. Nach einer Wendung wird der Stoff arg repetitiv, man suhlt sich in Klischees und stereotypen Vorurteilen und wird dabei leider nur allzu selten zynisch, obgleich diesbezüglich Ansätze vorhanden sind. So ist es einzig Jenna Kanell zu verdanken, die Chose mit sauberem Spiel und einigen starken Szenen im finalen Part nach Hause zu tragen. Das Endergebnis überzeugt allerdings nur bedingt.
5,5 von 10 

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