Review

iHaveCNit: Was ist Liebe wert - Materialists (2025) – Celine Song – Sony / A24

Deutscher Kinostart: 21.08.2025

gesehen am 25.08.2025

Kinopolis MTZ – Kino 4 – Reihe 9, Platz 17 – 19:50 Uhr

Judy lebt und arbeitet in New York als Partnervermittlerin. Sie ist persönliche Beraterin für die Kunden, die die Dienstleistungen der Agentur in Anspruch nehmen. Wichtiger Kern ihrer Arbeit ist das Filtern der Ansprüche, Erwartungen und das Matchmaking sowie das Finden ganz spezieller Singles, vor allem im männlichen Bereich – die gemessen an allen Faktoren das Top-Potential besitzen und gerne „Einhorn“ genannt werden. Die größte Erfolgskennzahl in ihrem Job ist die Anzahl der Eheschließungen, die aus der Partnervermittlung resultieren. Bei ihrer 9. Eheschließung ist sie auch als Gast eingeladen. Noch ahnt sie nicht, dass sie an diesem Abend sowohl auf den Bruder des Bräutigams, Harry – der zufällig ein „Einhorn“ ist – als auch auf ihren sich als Kellner verdingenden Ex-Freund John trifft und sie sich selbst in den Konflikten ihres eigenen Berufsfelds wiederfindet.

Nachdem mich Celine Song in 2023 mit „Past Lives“ begeistern und damit sogar einen Platz in meiner Top10 des Jahres erarbeiten konnte, war es natürlich mit einer gewissen Erwartungshaltung verbunden, was ihr neues Werk „Was ist Liebe wert – Materialists“ mit Dakota Johnson, Pedro Pascal und Chris Evans zu bieten hat. Der Film selbst ist natürlich ein Liebesfilm, dem aber so etwas wie das warmherzige Gefühl der Liebe wirklich abhanden gekommen ist. Durch die sehr diskussionswürdige Thematik eines durch Kapitalismus, Materialismus und Klassenkampf durchzogenem Datingmarkt, der sich durch eine Liberalisierung, regionale Öffnung und den stetigen Optimierungswahn in nahezu utopische Anspruchs- und Erwartungshaltungen mündet und die durch auch zum Teil mediale Instrumente (die jedoch kein Bestandteil des Films sind) wie auf Hochglanzoptik getrimmte Dating-Shows im Fernsehen (wie zum Beispiel der „Bachelor“-Kosmos) und auch auf Hochglanzoptik getrimmte Serien (wie zum Beispiel „Sex and the City“) gestützt werden, wirkt der Film merkwürdig kalt und distanziert auch in seiner Betrachtung von Menschen als Ware. Genauso kalt und distanziert wirkte für mich auch die Chemie des darstellenden Trios.

„Was ist Liebe wert - Materialists“ - My First Look – 6/10 Punkte




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