Die Idee, einen in die Jahre gekommenen Helden nach Jahren wieder zu beleben, ist ja nicht neu und überflüssige Fortsetzungen, die dem Original nicht das Wasser reichen können, gibt es auch genug. Leider! Leider hat sich auch ein nicht mal zweitklassiger Regisseur an Sergio Corbuccis legendärem "Django" versucht. Aus der Story hätte man mit Sicherheit mehr machen können bzw. müssen, gerade wenn man Franco Nero für die Rolle des Django noch mal wiederbekommen hat.
Leider ist die Inszenierung grottenschlecht, der böse Kolonialherr in seiner Uniform ist so blass wie jeder Superbösewicht in den grottigen Billigballerstreifen von Menahem/ Golan aus den 80ern, die Musik tut dabei ihr Übriges, um den Film in ziemliche Nähe zu den erwähnten Actionfilmchen ala "Delta Force", "American Fighter" & Co. zu rücken. Der kleine Junge hätte nun wirklich nicht sein müssen, auch der Showdown ist ein bisschen arg überstrapaziert, da fliegt das ganze Lager wie die russische Festung in "Rambo 3" in die Luft. "Rambo 3", zufällig in der gleichen Zeit entstanden, ist es deshalb Zufall, dass auch Django nach so vielen Massakern den Weg ins Kloster gefunden hat und geläutert worden ist, des Mordens überdrüssig ist und nie mehr kämpfen mag, es aber dann doch tut??
Franco Nero ragt in dem ganzen Film natürlich heraus, ihm nimmt man den Django auch nach 21 Jahren noch ab, aber leider verblasst auch er in einem nicht mal mittelmäßigen Film mit einem unterirdischen Regisseur.
Schade, aber den Namen "Django" haben vorher schon sehr viele andere entweiht.
Für Franco Nero gibt es Punkte, auch für den halbherzigen Versuch, Django fortzusetzen, mehr als 4/10 springen einfach nicht dabei raus. Leider!
Und bei Kinowelt sollte man sich fragen, ob "Django - Der Rächer" und "Djangos Rückkehr" wirklich in eine "Django Collector´s Edition" gehören. Vielleicht hätte man sich eher um die Rechte an "Sein Gesangbuch war sein Colt" kümmern sollen und sich zusammen mit "Keoma" an einer "Franco Nero Box" versucht.