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Guy Ritchie ist mit dieser Serie ein wahres Meisterstück gelungen. War die Gentlemen-Serie bereits sehr gut, wird sie jetzt noch mal getoppt! Dabei ist MobLand keine gewohnte Guy Ritchie-Gangsterkost, denn alles was vorher kam, war immer mehr oder wenig komödiantisch aufgelockert. Hier nun aber haben wir es mit einem schweren, düsteren Gangsterfamilien-Drama von Shakespearschen Ausmaßen zu tun. Und dazu noch hochkarätig besetzt. Neben den drei Schwergewichten, die sonst einen Film alleine tragen, kommen noch weitere starke Nebendarsteller hinzu, auch die deutsche Synchro bietet Rang und Namen auf.

Hauptfigur der Serie ist Harry, der Problemlöser der Harrigan-Familie. Diese ist eine alteingesessene Gangsterfamilie, die aber ihren Zenit schon überschritten hat. Das Drama beginnt, als der missratene Enkel der Sippschaft den Sohn des Bosses der verfeindeten zweiten Londoner Gangsterfamilie ermordet. Und während im ersten Teil der Serie versucht wird, mit allerlei Tricks einen Bandenkrieg abzuwenden, ist dieser dann schliesslich nicht mehr aufzuhalten und es beginnt ein Machtkampf um die Vorherrschaft Londons. Dass dabei Pierce Brosnan als cholerischer Gangsterboss oft die Kontrolle verliert und seine intrigante Frau im Hintergrund die Fäden zieht, macht es für Harry nicht einfach. Daneben gilt es noch, die eigene Ehe zu retten und einen Verräter in der zerstrittenen Sippschaft zu entlarven.

Am Anfang noch etwas soapig, nimmt die Spannung immer mehr zu und wird dann auch zunehmend gewalttätig. Dabei legt Ritchie hier eine Härte an den Tag, die selbst "Cash Truck" übertrifft. Aber auch davon abgesehen, ist die Serie wirklich exzellent. Stark geschrieben, stark gefilmt und gespielt. Ein echtes Highlight in diesem Genre!

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