Inhalt:
Kuo Tsing (Alexander Fu Sheng) und Huan Yung (Niu Niu) sind mittlerweile den ehelichen Bund eingegangen, und gehen als Paar durch die Martial World.
Und wieder gilt es Intrigen und ein paar Kämpfe zu überstehen..., auf ihrer Seite stehen wieder der Chef des Bettler-Clans Hung Chi-Kung (Ku Feng) mit Bettlerstab und überdimensionaler Weinflasche und der leicht verrückte Chao (Kuo Chui), sowie seine einstigen Lehrer der "Weird 6".
Auf der anderen Seite stehen Yang Kang (Li I Min), dessen Adoptiv-Vater Yuen (Ku Kuan Chung) der Chef der Yuen-Gang und gleichzeitig 6. Prinz von Jin, und natürlich seine Erzfeinde "Western Poison" Ouyang Fung (Johnny Wang Lung Wei) und dessen Neffe Ouyang Ke (Li Hsiu Hsien), der Kuo Tsing einst im Kampf um die Hand Huan Yung´s unterlegen war....
Es geht ihnen um Rache, und darum, die Aufzeichnungen des Jiao Yin manuals zu erhalten....
Ouyang Ke verletzt Hung Chi-Kung, und dafür werden ihm von Kuo Tsing die Beine mit einem Felsblock zertrümmert...., dies kann Ouyang Fung "Western Poison" nicht auf sich sitzen lassen..., es kommt zum Kampf mit Kuo, in dessen Verlauf dieser von Yang Kang mit dem Schwert sehr schwer verletzt wird...
Huan Yung, die mittlerweile von Hung zur Chefin des Bettler-Clans gekürt wurde, und von ihm seine "36 style stick strikes" erlernte, will ihn mit einem ausgeklügelten Heilungsritual retten...
7 Tage und 7 Nächte dürfen hierbei nur die beiden miteinander reden, dabei berühren sich ihre Handinnenflächen...
Als Örtlichkeit dient ihnen ein separierter Raum einer heruntergekommenen Herberge, nur durch dessen schmale Luke haben sie einen gewissen Kontakt zur Außenwelt...
Hier werden sie Zeuge einiger Intrigen..., so wird ein junges Paar, Luk Koon Ying (Sun Chien) und Ching Yiu (Lin Chen Chih) in alles hineingezogen, und als Ouyang Ke sich einen brutalen Spaß mit diesen beiden erlaubt, tötet ihn Yang Kang..., auch die taoistischen Mönche der "North formation" geraten in dieses Intrigen-Spiel, sowie Huan´s Vater, der "Eastern Evil" Ku.
Hier hält es dann Kuo nicht mehr aus, beendet seine "Therapie", wird aber von "Eastern Evil" Ku letztendlich mit magischer Kraft gerettet..., letztendlich können sie der Rache Oyang Fung´s entgehen....
Als jedoch Yang Kang den Bettelstab Hung´s entwendet, Kuo und Huan entführt werden, und Yang Kang mit Hilfe Meister Kau´s (Lo Mang) sowie des "Senior" Pang (Wong Ching Ho) und dessen hypnotischen Fähigkeiten den Bettler-Clan unter seine Protektion bringen will, eskalliert die Situation.....
Fazit:
Oh Mann.... der 2. Teil dieser Saga um den "Mutigen Bogenschützen" (und wieder schoss Alexander Fu Sheng keinen Pfeil ab), ist ja noch langweiliger als der 1. Teil.
Die Handlung dieses Streifens ist so verwirrend wie konfus, und der Film hat -ähnlich wie Teil 1- immense Schwierigkeiten, einen roten Faden geschweige denn eine dramaturgische Linie zu finden....
Ziel- und planlos kurbelt Chang Cheh seinen Film herunter..., und es ist wohl so, dass diese "Brave archer"-Saga den Abstieg Chang Cheh´s in die B-Liga der Shaw-Regisseure mehr oder weniger einleitete. Der Regie-Grande, der noch bis Mitte der 70er das Zugpferd des Shaw-Studios war, er versuchte Ende der 70er krampfhaft oben zu bleiben..., aber mit solchen Filmchen wie dem hier vorliegenden, kratzte er selbst erheblich am eigenen Denkmal...
Chang Cheh, ein Denkmal seiner selbst..., und genauso unbeweglich kommt dieser Streifen rüber.
Und so fragte ich mich mehr als einmal, was das alles sollte..., Leute springen ins Bild, Intrigen, Fights..., aber alles irgendwie plan- und zusammenhanglos..., unmotivierte Auftritte von Shaw-Schönheit Lin Chen Chih und Sun Chien..., und dann statten die "Weird 6" um Lam Fei Wong dem ganzen noch einen Besuch ab..., und verschwinden rasch wieder..., tja, hm.
Dann haben noch 8 Tao-Mönche hier ihren Auftritt..., werden ellenlang vorgestellt, um dann wieder schnell zu entfleuchen. Mit dabei als Mönch noch Tang Yen Tsan, der war im 1. Teil noch Fu Sheng´s Vater..., na ja, Tien Niu wurde auch durch Schwester Niu Niu hier ersetzt...., so reinkarniert sich hat mancher Darsteller.
Fakt bleibt, dass auch dieser 2. Teil eine schwache Erzählstruktur besitzt..., und man irgendwie froh ist, wenn der Film vorbei ist. Gerettet wurde der 1. Teil noch durch Ku Feng und Kuo Chui (aka Philip Kwok), doch Ku ist hier nur relativ kurz im Einsatz, und Kuo hampelt mit seinen albernen "ich krieg dich"-Spielchen mit Johnny Wang Lung Wei nur rum. Johnny selbst bleibt denn auch ziemlich blass...
Tja..., ich, und ich darf mich wohl durchaus als Fan des Shaw-Studios, der ca. 200 Filme dieses Studios sichtete, habe wohl selten einen so schwachen Streifen dieses Studios gesehen. Da bin ich wirklich besseres gewohnt..., ich war gelangweilt und enttäuscht, ich muss es so klar sagen.
Gibt es denn nun etwas positives zu sagen..., ich blieb ja bis zum faden Schluss am Bildschirm. Nun..., "Brave archer 2" bietet wieder dieses surreal-pastellige Interieur, interessante Sets (die waren im 1. Teil aber noch schöner) und wieder einige ganz coole, wenn auch nicht hochklassige Fights.
Tja, und da fehlte wirklich ein Ku Feng im Finale, der im 1. Teil die Final-Sequenz noch versuchte aus der Lethargie zu reißen. Leider versäumte es Chang Cheh, durch ein furioses Finale seinen Film noch anzuheben..., Wong Ching Ho nervt hier ein bissel mit seiner Hypnose-Nummer..., aber das passte zum drögen Gesamt-Eindruck.
"Brave archer 2" kommt über magere 3/10 Punkte nicht hinaus, und die sind noch wohlwollend.
Der 3. Teil der Saga, konnte indes noch etwas rausreißen, und ist mit klarerer Linie und vor allem mit Darstellern wie Ti Lung und Ching Li in größeren Rollen der beste Streifen der Saga (8/10).
Im 4. Teil, "The brave archer and his mate" verfällt dann Chang Cheh wieder in alte Fehler..., aber die Venoms konnten action-technisch was reißen (6/10).
Dieser 4. Teil war 1982 der letzte Streifen, den Alexander Fu Sheng unter der Regie seines einstigen Mentors realisierte. Und die Saga, die insgesamt äußerst ernüchternd zu bewerten ist, hat denn Alexander Fu Sheng wohl seinem Mentor zuliebe mitgemacht.
Chang Cheh..., der Meister des "heroic bloodshed" und blutiger Kampf-Filme der Duos und Ensembles..., er war kein Regisseur für die Romane der Martial World. Da konnte nix dolles bei rauskommen.