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Regisseur Matthew Ninaber scheint im Geiste von den Nebeln von Avalon umgeben gewesen zu sein. Ansonsten würde man nicht mit einem äußerst geringen Budget einen Fantasy-Actioner drehen und die Hauptrolle auch noch seinem jüngeren Bruder zuschustern.

Krieger Bhodie (Jeremy Ninaber) hat die Aufgabe, in ein Zwischenreich einzutreten und die Prophezeite zu finden,  - jene ominöse Frau, welche die Menschheit wieder vereinen soll. Mit einem magischen Amulett der 100-Tode tritt er gemeinsam mit einer Verbündeten den Kampf gegen Hexen und Dämonen an und weiß schon bald nicht mehr, wem er überhaupt noch trauen kann…

Bei diesem Projekt scheint es sich um einen familiären Schnellschuss gehandelt zu haben, denn auch Regisseur Matthew übernimmt eine kleine Nebenrolle als älterer Bruder und performt noch nicht einmal schlecht. Der Einfachheit halber kann er seinen Bruder auch im Film so nennen, also alles wie im Alltag. Nur bringt Jeremy schlichtweg nicht die Präsenz und Ausstrahlung eines Kriegshelden in Mittelalterrüstung mit.

Aber auch der Rest sieht nach unüberlegter Umsetzung aus. Hexen setzt man einfach mal etwas größere Masken auf und transformiert sie per CGI etwas durch die Gegend, damit das Heldengespann auch gleich mal das Amulett der 100-Tode austesten kann. Gefühlt sterben beide jeweils zwanzig Mal und man fragt sich bereits, ob die Menschheit bei solchen Kämpfern nicht grundlegend am Abgrund steht. Die Motivation dem Geschehen weiter beizuwohnen, tendiert zu diesem Zeitpunkt gegen Null.

Es wird etwas besser, als man eine vereiste Schneelandschaft erreicht, die Kamera ganz okaye Aufnahmen liefert und eine Rangelei auf eisigem Untergrund fast schon passabel ausfällt.
Doch dann folgen (einmal mehr) zu ausladende Schwafeleien und eine Geheimniskrämerei um den mächtigen Wächter. Tolles Rätselraten, wenn ohnehin nur fünf Charaktere mitmischen.

Immerhin fallen die wenigen Gewalteinlagen, welche ausschließlich im ersten Drittel eingesetzt werden recht graphisch aus. Einige Computereffekte sind nicht unterste Kategorie und auch der Score liefert minimale Lichtblicke.
Doch das Drehbuch versucht mit Intrigen und vermeintlichen Geheimnissen Spannung zu erzeugen, die aufgrund der plumpen Ausgangssituation erst gar nicht aufkommen kann.
Gebrüder Ninaber: Spendet überschüssiges Geld, geht vom Rest schön Essen oder überlegt vorher besser zweimal, wie man geringes Budget effizient einsetzen kann.
2,5 von 10


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