Die Eheleute Maddie und Frank werden mitten in der Nacht von ihrer Tochter Alice aus dem Bett geklingelt, die ihnen panisch mitteilt, dass sie - nachdem sie noch am selben Abend nach einem Streit aus dem Elternhaus gestürmt ist und sich anschließend kräftig zugedröhnt hat - auf der in einem Wald gelegenen "Hallow Road" ein junges Mädchen, welches plötzlich auf der Staße aufgetaucht ist, überfahren hat und nun mit ihrem Wagen im Graben liegt. Auf dem Weg zur "Hallow Road" versucht Rettungs-Sanitäterin Maddie ihre Tochter per Handy zu instruieren, lebensrettende Maßnahmen an der Verletzten durchzuführen... und als diese offenbar keine Wirkung zeigen, beginnt man noch im Auto nach einer Möglichkeit zu grübeln, wie Alice nun aus der verzwickten Lage wieder rauskommen könnte, ohne sich ihr Leben gänzlich zu ruinieren. Die Situation spitzt sich jedoch erheblich zu, als Maddie und Frank am Telefon mitbekommen, dass ein merkwürdiges Ehepaar am Unfall-Ort aufgetaucht ist und Alice nun ganz schön zusetzt... In seiner Anlegung weckt "Hallow Road" Erinnerungen an den kleinen 2013er-Brit-Thriller "In Fear", der ebenfalls fast zur Gänze nur im Inneren eines Wagens gespielt hatte und damit sogar eine zeitlang echt gut gefahren ist... bis dann aber leider irgendwann der Punkt erreicht war, an dem die latent unterschwellige Spannung, vage Andeutungen und ein Spiel mit einer unkonkreten Bedrohung nicht mehr genug waren und die Macher die Handlung in handfestere Genre-Bahnen haben abgleiten lassen, was der Angelegenheit damals nicht wirklich gut bekommen ist. Babak Anvari beschreitet nun in dem vorliegenden Film ähnliche Wege, indem er den unverzeihlichen Fehler begeht, das eigentliche Eltern-Tochter-Drama, das im Grunde genommen schon für genug psychologische Spannung sorgen würde, mittendrin mit merkwürdigen Story-Entscheidungen und einer bewusst "gruseligen" Inszenierung fast schon zu einem übernatürlichen Mystery-Brimborium aufzblähen und seinen "Hallow Road" dadurch arg zu verwässern und so einiges an Durchschlagskraft zu nehmen. Sobald das Ganze also die Abzweigung in Richtung Genre-Streifen nimmt, ist die Luft hier nämlich automatisch irgendwie raus und welchen Ausgang die Geschichte da wohl nehmen wird, ist ab dem Punkt dann eigentlich auch schon fast egal... übrigens eine weitere Parallele zu dem bereits erwähnten "In Fear" der auch enttäuscht hatte, als er schlussendlich zu 'nem gewöhnlichen Horror-Thriller wurde. Echt schade, denn Rosamund Pike und Matthew Rhys mühen sich ja doch nach Leibeskräften, diesen Streifen, der letzten Endes nicht viel mehr ist als eine überlange "Twilight Zone"-Episode, über die gesamte Distanz zu tragen und machen dabei eigentlich auch einen guten Job, der halt nur leider an ein Drehbuch verschwendet wurde, das den betriebenen darstellerischen Aufwand nicht wert ist. Dass der Schluss sich zudem wiegert, ein klares Statement zum Gezeigten abzugeben und auf mehrere Arten interpretierbar ist, frustriert einen in diesem Fall übrigens nur noch umso mehr... die negativen Auswirkungen der einst von M. Night Shyamalan ausgelösten Plot-Twist-Seuche halten also leider weiterhin an und sind auch deutlich spürbar...
3/10