Hotel Incontinental
Monikas Tag beginnt mit einem Alptraum: Ihr Sohn hat ein Umzugsunternehmen beauftragt, das alle ihre liebsten Sachen abtransportiert. Dann fährt Joel sie ins Heim – ab sofort ihr neues Zuhause. Kein Wunder, dass die alte Dame sich merkwürdig verhält, aggressiv wird, sich Verletzungen zufügt und Heiminsassen wie Pflegerinnen terrorisiert. Joel findet das jedoch alles andere als normal. Er erkennt im Verhalten seiner Mutter den gewalttätigen Vater Bengt wieder. Doch der ist schon schon eine Weile tot.
HEMMET ist einer dieser Horrorfilme, die sich so nah an der Realität bewegen, dass sie um so mehr schockieren, wenn dann das Übernatürliche zuschlägt. Wobei dieser Film seinen Horror auch ohne übersinnliche Phänomene verbreiten würde – insbesondere bei Menschen in einem Alter, das die Krankheit und Pflege der eigenen Eltern zum persönlichen Thema macht.
So braucht der Film nicht viel, um eine Atmosphäre von Unbehagen, Bedrohung und auch Verzweiflung sowie Trauer zu erzeugen. Die wenigen Jumpscares sitzen tief, die Emotionen, die der Film auslöst, sitzen jedoch noch tiefer.