Auch im Schatten kann man verkacken…
Eigentlich mochte ich Joe Carnahans letzte Actionvehikel wie „Cop Shop“ oder „Boss Level“. Keine totalen Überflieger, aber eine gute und simple Zeit. Klein und fein. Im Stile einstiger Videothekenware. Mit „Shadow Force“ packt er nun aber voll in den Klo und liefert rat- und fraglos einen der espritlosesten Agentenactioner seit Jahren… Erzählt wird in dem platten Kuddelmuddel von einem (ehemaligen) Ehepaar samt kleinem Sohn, das vor seinen ehemaligen Kollegen und Mitstreitern einer multinationalen Spezialeinheit flüchten muss und so wieder zusammenfindet…
Zwillingsfilm als Bankrotterklärung
„Shadow Force“ unterbietet Netflix' „Back In Action“ vom Anfang des Jahres nochmal und teilt sich mit ihm auch die komplette Prämisse. Doch das ist bei Weitem nicht das einzig Austauschbare und Dumme, bei dem man hier den Kopf schüttelt. Von kaum Chemie in der Family über zu viel Lionel Richie(-Witze) bis zu comichaft-lächerlich-peinlichen „Bösewichten“ - alles eine Nullnummer an die nächste gereiht. Aber auch da hört's nicht auf. Sprachlos machende Schnitte und Anschlussfehler, gähnende Action“choreos“, eine graue Farbpalette, etliche Versatzstücke aus Action vergangener Tage, flachfallende Witzchen, dümmste Gesichtsausdrücke, mieses CGI, Kalenderspruchdialoge, eine allgemeine Steifheit und leider auch kaum „Trashappeal“. Hier ist die Liste an Elend einfach zu lang um noch ein Auge zuzudrücken.
Floplistenfüllmaterial
Fazit: Einer der beliebigeren und faulsten Ü30-Mio.-Budget-Actionfilme, die ich aus diesem Jahrtausend gesehen habe. Noch nichtmal grauester Streamingmorast. Einfach Zeitklau. Selbst für hartgesottenere Acionanhänger. Furchtbar!