iHaveCNit: Karate Kid Legends (2025) – Jonathan Entwistle – Sony Pictures
Deutscher Kinostart: 29.05.2025
gesehen am 02.06.2025
Kinopolis MTZ – Kino 8 – Reihe 13, Platz 13 – 19:00 Uhr
Li Fong hegt eine große Leidenschaft zum Kung Fu und trainiert heimlich im Tempel von Onkel und Meister Han gegen den Willen seiner Mutter. Doch das soll sich schlagartig ändern, als seine Mutter einen neuen Job in New York bekommt und ein Umzug für Li Fong von Peking nach New York ansteht. Durch Zufall trifft er in seiner Gegend auf Mia, die ihren Vater und ehemaligen Boxer Victor in einer Pizzeria unterstützt. Zwischen den Dreien entsteht eine Freundschaft und Li hegt Gefühle für Mia. Noch ahnt er nicht, dass der gefährliche Kampfsportler Conor Day einst Mias Freund war und die gleichen Absichten verfolgt. So muss err feststellen, dass Conor eine Hausnummer zu groß für ihn ist. Doch sein ehrgeiziges Ziel ist die Teilnahme und der Gewinn an einem Wettbewerb, an dem auch Conor teilnimmt. Doch wer soll ihn trainieren und vorbereiten ? Meister Han holt dafür einen weiteren Trainer dazu, der eng mit der Geschichte eines Meister Miyagi verbunden ist dem guten Li noch etwas an Karate mit auf den Weg geben kann.
Wenn sich ein beliebtes Sub-Genre im Bereich der Martial-Arts-Actioner etabliert hat, dann ist es quasi „Coming of Age“ mit Fäusten. Und da ist John G. Avildsens „Karate Kid“ von 1984 das wohl einflussreichste Werk dieses Sub-Genres. Nicht umsonst ist „Karate Kid“ Kult geworden, hat ein paar Fortsetzungen bekommen, zwei neue Ansätze mit unter anderem Hilary Swank in der Hauptrolle und einige Jahre später ein eher Kung Fu-lastigen Ansatz mit Jackie Chan und Jaden Smith und vor allem die auf Youtube Originals und später auf Netflix veröffentlichte Serienfortsetzung „Cobra Kai“ gekommen sind und den Kult fortgesetzt haben. Nun ist mit Jonathan Entwistles „Karate Kid Legends“ ein weiterer Film der Reihe in den Kinos gelandet, der sich an den klassischen Formeln des Sub-Genres „Coming Of Age“ mit Fäusten orientiert. In der Hauptrolle ist diesmal der junge aus „American Born Chinese“ bekannte Ben Wang, der durchaus als Sympathieträger funktioniert. Und wäre es nicht so interessant, hier das Beste aus beiden Welten im Karate Kid-Universum mit einer Verbindung zum Kung Fu mit Jackie Chan und der Verbindung zu Karate mit Ralph Macchios „Daniel La Russo“ zu bekommen, hat der Film durchaus so ein gewisses „Rocky“-Feeling durch die Einbindung von Joshua Jackson und die Rolle des ehemaligen Boxers Victor Lipani, der durch die Verbindung zu Ben Wangs Li Fong einen zweiten Frühling erlebt und hier ein Rollentausch zwischen Schüler und Mentor durchaus interessant ist. Aber insgesamt hatte ich das Gefühl, dass der Film für das, was er erzählen wollte durchaus zu kompakt und kurz mit etwas über knapp 90 Minuten ist und alles etwas gehetzt wirkt. Hier wäre durchaus mit einer längeren Laufzeit mehr drin gewesen – auch was vielleicht eine direkte Einbettung in einen gesamten Kanon der Film- und Serienreihe angeht und auch der Ausarbeitung einiger Charaktere. Dennoch ist der Film sehr unterhaltsam und dynamisch.
„Karate Kid Legends“ - My First Look – 8/10 Punkte