Review

Die Serie startete mit viel Vorschußlorbeeren und so schaute ich natürlich mal rein und dank der angenehm kurzen Laufzeit der 8 Episoden dann auch schnell durch. War ganz nett, würde mein Fazit lauten. Die Vergleiche mit "Constantine" hält die Serie bei weitem nicht stand. Auch als Eventserie kann man sie nicht gerade bezeichnen, das Budget war dann doch eher schmal, spielt alles kostengünstig auf dem Land.

Worum gehts? Gleich zu Beginn wird der Kautions-Kopfgeldjäger in eine Falle gelockt und ermordet. Kurze Zeit danach wacht er auf, seine Wunden regenerieren sich und er ist alsbald der "Alte", sehr zur Verwunderung seiner Mörder. Schon bald wird ihm enthüllt, dass der Teufel in wieder zurückgeschickt hat, um ein paar Dämonen (welche genau in seiner Kleinstadt ausgebrochen sind) wieder zur Hölle zu schicken. Nebenbei versucht er noch, seine Familie wieder an sich zu binden, den kriminellen Lover seiner Ex als Mord-Auftraggeber zu entlarven und seine Mutter nicht zu enttäuschen, die als ergraute Kopfgeldjägerin noch lange nicht an die Rente denkt. Und so gibt es Folge für Folge den Dämonenkill des Tages, während die familären Verwicklungen immer mehr zu nehmen. Nur warum unser Held in die Hölle gekommen ist, weiss natürlich nur Er, doch auch dieses Geheimnis bleibt nicht lange geheim.

Gut an der Serie ist Kevin Bacon, der in dieser Rolle förmlich aufgeht. Auch die Nebendarsteller schlagen sich tapfer, wenngleich eher unbekannt. Der Gruselfaktor ist recht mild, ans Eingemachte geht es, wenn die Dämonen zuschlagen oder selbst exekutiert werden. Da gibt es ein paar deftige Splatter-Einlagen, die auch Spass machen. Das ist dann aber so grotesk überzeichnet, dass es nicht besonders hart rüberkommt. Es gibt viel Humor, besonders durch seine Chefin auf Erden, seiner Mutter oder einer Reihe recht dämlicher Dorf-Krimineller. Die Story ist recht schwach, wartet aber mit einem guten Cliffhanger auf - wird wohl nicht bei einer Staffel bleiben.

Was absolut nervtötend war, war dieser ganze Familienkrams, endloses Palaver, Familienzusammenführung und so weiter. Dazu ständige Countrymusik und viel Gesang. Da Kevin Bacon ja auch Mitproduzent war, konnte er seine eigenen Songs miteinfliessen lassen, nur stehe ich jetzt nicht so auf diesen Musikstil. Und dann gibts da noch die Cops, aber ganz helle sind die nicht.

Zusammengefasst: Ganz nett, sich mal berieseln zu lassen mit ein paar lustigen Splattereinlagen. Lahme Story, geringes Budget.Splatter-Horror-Dämonen-Comedy-Familienserien-Satire, die nicht wirklich was vozuweisen hat und ganz schnell wieder vergessen ist.

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