Review

iHaveCNit: 28 Years Later (2025) – Danny Boyle – Universal

Deutscher Kinostart: 19.06.2025

gesehen am 24.06.2025 in Dolby Atmos

Kinopolis MTZ – Kino 1 – Reihe 8, Platz 17 – 20:30 Uhr

28 Jahre, nachdem der Rage-Virus im vereinigten Königreich ausgebrochen ist, befindet sich das britische Festland in Isolation und einige Kolonien haben sich mit dem Leben inmitten der Infizierten arrangiert. Darunter die Bewohner einer nordöstlichen Insel, die dank der Gezeiten vom Festland abgeschottet ist. Dort lebt Jamie mit seiner kranken Frau Isla und seinem Sohn Spike, der mittlerweile alt genug scheint, gemeinsam mit Jamie aufs Festland zu gehen für einen Initationsritus auf die Suche nach Ressourcen für die Insel und die Jagd nach Infizierten. Noch ahnt Spike nicht, welche Folgen die Entdeckungen und Erfahrungen für ihn haben werden.

Danny Boyle hat mit „28 Days Later“ einen interessanten Klassiker für das Zombie-Genre geschaffen, der eine interessante Situations- und Gesellschaftszeichnung wenige Tage nach dem Ausbruch eines Virus zu bieten hat und dessen Konzept in gewisser Art und Weise stimmig, fast schon fatalistisch und nihilistisch in Juan Carlos Fresnadillas „28 Weeks Later“ eine ebenso passende und starbesetzte Fortsetzung bekommen hat. Nun ist zwar nicht 28 Jahre, sondern 23 Jahre später mit „28 Years Later“ eine weitere, starbesetzte Fortsetzung in den Kinos, bei der dieses Mal wieder Danny Boyle gemeinsam mit Alex Garland das Szepter übernommen hat. Mit einer sehr stimmigen Atmosphäre zeichnet der Film eine interessante Ausgangssituation auch im Hinblick des Gesamtkonzepts der Reihe, selbst wenn diese an der ein oder anderen Stelle nicht unbedingt stimmig ist. Ungeachtet dessen hat mir der hier gebotene Zombie-Survival-Action-Horror mit seinem emotionalen Kern und seinem Familiendrama sowie einer Coming-Of-Age-Story sehr gefallen und konnte mich durch einige interessante Einfälle und seine Inszenierung mitreißen, dennoch wirkt die ein oder andere Sache bei den Effekten etwas befremdlich und einige Handlungselemente wirkten so, als kämen sie aus dem Nichts und bremsen damit ein wenig den Fluß der Haupthandlung aus. Hier kann es durchaus Licht und Schatten sein, wenn man bereits die ein oder andere Fortsetzung in der Planung hat, wenn damit einige Elemente erst im Gesamten stimmig wirken. Darstellerisch konnten mich hier natürlich Jodie Comer und Ralph Fiennes begeistern und auch Alfie Williams und Aaron Taylor-Johnson haben für mich den Film mit Leben gefüllt. Auch ganz interessant fand ich den erzählerischen Ansatz, welcher Unterschied im Einfluss des Erwachsenwerdens in einer solchen Zombie-Apokalypse zwischen der Erziehung zwischen Vätern und Müttern gegenüber ihrem Sohn bestehen.

„28 Years Later“ - My First Look – 8/10 Punkte




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