Review

Gesamtbesprechung

Die Flodders sind eine siebenköpfige Familie, die durch
ihre ganz besondere Art die Nachbarschaft im Nobelviertel Sonnental zur
Weißglut bringt. Besonders Klaus und Johnny sind Meister darin, sich mit den
Nachbarn anzulegen und gelegentlich illegale Aktionen zu starten. Die Polizei
ist dieser Familie des Öfteren auf den Versen, hat dann letztendlich doch keine
handfesten Beweise, um dem Treiben ein Ende zu bereiten.
Die Proll-Sippe kannte man ja bereits aus zwei Spielfilmen und so dachte sich Dick Maas, wenn alle Welt auf Hollands beliebteste Hartz IV Wohngemeinschaft abfährt, warum dann nicht auch als Serie. Auf diese Weise entstanden etwa 60 Episoden im verbraucherfreundlichen 25 Minuten Format. Der große Vorteil dabei hauptsächlich dem grottigen Flodder Forever Film ist dabei meiner Meinung nach, das hier das Niveau zwar konstant auf Proll konzipiert ist, so kann man die Episode abschalten und muß nicht über 90 Minuten durchstehen, doch manche davon sind sogar durchaus ganz amüsant geraten.Leider mußte Huub Stapel ersetzt werden, der nach den ersten beiden Filmen ausstieg, aber neben Ma Flodder das meiste an Charisma versprühte. Als Wiedereinsteiger dürfen wir Opa Flodder wieder willkommen heißen. Diesen mußte man zwar am Ende von Teil eins von der Windschutzscheibe einer Lok kratzen, wird hier aber mit einem lapidaren in der ersten Episode wieder eingeführt. Die Serie lief in den 90ern auf Super RTL, was im Grunde aber auch deswegen komisch ist, da der Sender hauptsächlich für Kinder eingerichtet ist, aber Filmtochter Tatjana Simic auch hier die Bluse lupfen darf, naja irgendwann muß jeder erste Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht sammeln.Am Prinzip der Flooders hat sich dabei wenig geändert. Das Prinzip großer Kuhfladen auf der Blumenwiese bzw. Asis in piekfeiner Wohngegend funktioniert auch hier. Die Nachbarschaft ist dabei ständig bemüht den Proletenhaufen, der alles klaut was nicht niet- und nagelfest ist, einfach nur loszuwerden, was im Gegenzug der naive Sozialarbeiter Werner auf offiziellen Wege zu verhindern versucht, während die Flodder Sippschaft doch eher rabiatere Methoden bevorzugt.

Dazu paßt natürlich auch der einfache Holzhammer Humor, für den man natürlich schon ein Näschen haben sollte. Feingeistige Rhetorik sucht man, wie einen geputzten Quadratmeter im Chaoshaus, vergebens. Eine ganze Staffel in Folge möchte ich jetzt sicher nicht hintereinander weg anschauen, aber zum netten mal Reinschauen paßt das Format schon.

5/10

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