Cannon-Futter der alten Schule
Bei Scott Adkins aufgeblähter und stetig wachsender B-Movie-Filmographie kann man leicht Überblick und Motivation dranzubleiben verlieren - aber ab und an lohnt sich das Reinschauen noch, wie jetzt bei "Diablo", der wirklich abgeht, kurzweilig, straight und launig ist... Erzählt wird in dem cheesy und trotzdem mit erstaunlich ernster Miene gespielten (DTV-)Actioner von einem Mann, der mit eigenen Plänen die Tochter eines kolumbianischen Großgangsters entführt - und dann von dessen Schergen und besonders einem Psychopathen mit Eisenhand (!) gejagt wird...
Zähne auf Marmorböden
"Diablo" ist ein okayer Actioner, der sich mit ein paar netten Upgrades größer pimpt als er eigentlich ist - und das nehme ich gerne an! Marko Zaror ist einer der besseren Bösewichte der jüngeren B-Movie-Vergangenheit. Geile Sau! Adkins hat's noch immer drauf. Synthiegewaber über Wüste und Tequila. Genau meins. Manchmal werden gar Erinnerungen an "Desperado", "No Country For Old Men", "Sicario" wach. In viel kleiner versteht sich. Die Geschichte ist knöcheltief, tut aber ihren Zweck. Und die Laufzeit überstrapaziert es überhaupt nicht. All das macht "Diablo" vollkommen zweckdienlich - und teils auch mehr. Er ist hart, er ist schwitzig, hitzig, blutig. Er unterstreicht seinen comichaften und augenzwinkernden Momente nie. Er hat sie gar nicht an der Oberfläche - und dann doch überall wenn man genauer hinschaut. Da hätten früher Van Damme und Dudikoff sicher Spaß mit gehabt. Und ich hab es heute immer noch. Gönne ich Adkins mal wieder einen Hit. Oder zumindest eine schnelle Nummer mit dessen Empfehlung man an Actionfans rein gar nichts falsch macht.
Fazit: endlich mal wieder ein guter "Adkins"... "Diablo" bringt vielleicht nicht direkt die Hölle einst seliger Videothekenerden, macht aber doch feurig fun!